Bundesliga Wadenbeinbruch bei Kevin Kampl

Kein Muskelfaserriss sondern ein Wadenbeinbruch bei Kevin Kampl.

(Foto: Dennis Grombkowski/Getty Images)

Der Leverkusener fällt länger aus. Skispringer Peter Prevc gewinnt den Gesamt-Weltcup. Sabine Lisicki zieht beim Turnier in Kuala Lumpur ins Achtelfinale ein.

Fußball, Leverkusen: Bayer Leverkusen muss längere Zeit auf Mittelfeldspieler Kevin Kampl verzichten. Der slowenische Nationalspieler zog sich im Spiel am 21. Februar gegen Borussia Dortmund in einem Zweikampf einen Bruch des linken Wadenbeins zu. Diesen Befund ergab am Montag eine erneute CT-Untersuchung in einer Kölner Klinik. Das gab der Verein auf seiner Homepage bekannt.

Bei den unmittelbar nach der Verletzung durchgeführten Untersuchungen konnte zwar zunächst nur ein Muskelfaserriss in der linken Wade sowie ein Knochenödem festgestellt werden. Bei einer weiteren Untersuchung stellten die Ärzte dann eine Fraktur fest.

SZ Sport am Wochenende Bild

Skispringen, Peter Prevc: Vierschanzentourneesieger Peter Prevc hat mit dem vorzeitigen Gewinn des Gesamt-Weltcups seine Saison gekrönt. Der Slowene stellte am Sonntag mit seinem 13. Saisonerfolg in Almaty die Sieg-Rekordmarke des Österreichers Gregor Schlierenzauer aus dem Winter 2008/09 ein und ist in den ausstehenden sechs Wettbewerben nicht mehr von der Spitzenposition im Gesamtklassement zu verdrängen. Verfolger Severin Freund flog mit 137 und dem Schanzenrekord von 141,5 Metern als Zweiter erneut auf das Podium und liegt nun 619 Zähler zurück. Prevc setzte sich mit 139,5 und 139 Metern durch. Dritter wurde der Norweger Daniel Andre Tande.

Tennis, Damen: Sabine Lisicki ist erfolgreich in das WTA-Turnier in Kuala Lumpur gestartet. Die Berlinerin gewann ihr Auftaktmatch am Montag gegen die Polin Magda Linette 6:4, 7:6 (7:5). Im Tiebreak des zweiten Satzes holte Lisicki einen 1:5-Rückstand auf und sicherte sich mit sechs Punkten nacheinander den Sieg. In der vergangenen Woche war die Weltranglisten-31. in Doha gleich in der ersten Runde gescheitert. In Kuala Lumpur ist die ehemalige Wimbledon-Finalistin an Position drei gesetzt. Neben Lisicki nehmen auch Laura Siegemund aus Metzingen und die Bonnerin Annika Beck an der mit 250 000 Dollar dotierten Hartplatz-Veranstaltung teil.

Eishockey, DEL: Die Nürnberg Ice Tigers haben als viertes Team den Sprung in die Play-offs geschafft. Die Franken besiegten am 49. Spieltag die Schwenninger Wild Wings 4:2 (2:0, 1:1, 1:1) und sind drei Partien vor Ende der Hauptrunde mit 83 Punkten nicht mehr aus den ersten sechs Plätzen zu verdrängen. Die Grizzlys Wolfsburg (82) sind nach einem 8:1 (2:0, 2:1, 4:0)-Sieg gegen die Augsburger Panther wegen der viel besseren Tordifferenz ebenfalls so gut wie sicher dabei. Die Düsseldorfer EG (81) muss sich dagegen nach der fünften Niederlage in Serie weiter gedulden. Die Rheinländer unterlagen im Derby den Krefeld Pinguinen mit 0:1 nach Penaltyschießen und rutschten auf Platz sechs ab. Meister Adler Mannheim und die Kölner Haie machten derweil einen großen Schritt in Richtung Pre-Play-offs. Die Kurpfälzer setzten sich beim direkten Konkurrenten Hamburg Freezers mit 4:2 (1:1, 2:0, 1:1) durch und fuhren den zweiten Sieg hintereinander ein. Die Haie feierten gegen DEL-Rekordmeister Eisbären Berlin einen 4:3 (3:2, 1:0, 0:1)-Heimerfolg. Vizemeister ERC Ingolstadt ist nach einem 5:2 (2:0, 2:1, 1:1) gegen die Iserlohn Roosters ebenso wieder auf Kurs wie die Straubing Tigers, denen ein überraschendes 1:0 (1:0, 0:0, 0:0) bei Tabellenführer Red Bull München gelang.

Basketball, Bundesliga: Die Basketballer von Bayern München haben das Bundesliga-Spitzenspiel gegen Alba Berlin klar für sich entschieden. Der Vizemeister gewann daheim überraschend deutlich mit 96:65 (55:33) und nahm damit erfolgreich Revanche für die Niederlage im Pokal-Finale an gleicher Steller eine Woche zuvor. Bester Werfer bei den Gastgebern war vor 6700 Zuschauern im ausverkauften Audi Dome Bryce Taylor mit 19 Punkten. Bei den Gästen kam Kresimir Loncar auf 15 Zähler. Bereits am Dienstag treffen beide Teams im Eurocup im Achtelfinal-Rückspiel erneut aufeinander. Das Hinspiel am Mittwoch in Berlin war 82:82 ausgegangen. Souveräner Tabellenführer in der Bundesliga bleibt Bamberg. Die Franken gewannen gegen die Fraport Skyliners mit 71:58 (37:34).

Ski alpin, Lindsey Vonn: Einen Tag nach ihrem Sturz im Super-G hat Lindsey Vonn einen Podestplatz beim Kombinations-Rennen von Soldeu klar verpasst. Die US-Skirennfahrerin rutschte am Sonntag nach ihrer überraschenden Führung aus dem Speed-Teil im entscheidenden Slalom auf den 13. Platz ab. Sie konnte sich aber damit trösten, ihre Führung im Gesamtweltcup vor Lara Gut ausgebaut zu haben - die Schweizerin schied aus. Der Sieg in Andorra ging an die Kanadierin Marie-Michele Gagnon, die Wendy Holdener aus der Schweiz und die Französin Anne-Sophie Barthet auf die Plätze verwies. Viktoria Rebensburg war im Super-G am Mittag ausgeschieden, Patrizia Dorsch verpasste die Punkte.

Ski alpin, Riesenslalom: Die deutschen Skirennfahrer haben das lange Weltcup-Wochenende in Hinterstoder ohne Podestplatz beendet. Felix Neureuther fiel als Zweiter des ersten Riesenslalom-Durchgangs im Finale noch auf Platz sechs zurück. Bereits am Freitag beim ersten Riesentorlauf hatte Stefan Luitz einen zweiten Platz nicht halten können und war Fünfter geworden. Am Sonntag kam er beim Sieg des derzeit überragenden Franzosen Alexis Pinturault auf Rang neun. Zweiter wurde Marcel Hirscher aus Österreich vor dem Norweger Henrik Kristoffersen. Als Zehnter des ersten Durchgangs beendete Fritz Dopfer den Wettkampf auf Platz 21.

Boxen, Marco Huck: Profiboxer Marco Huck ist wieder Weltmeister im Cruisergewicht. Sechs Monate nach dem Verlust seines WBO-Titels gegen den Polen Krzysztof Głowacki besiegte der 31 Jahre alte Berliner Samstagnacht im westfälischen Halle den britischen Titelverteidiger Ola Afolabi durch technischen K.o. in der elften Runde. "Das ist ein unbeschreibliches Gefühl. Das Training hat sich ausgezahlt. Ich bin wieder hier im Revier", sagte der gebürtige Serbe.

Huck übernahm von Afolabi den Gürtel des weniger bedeutenden Verbandes IBO. Für den Deutschen war es der 39. Sieg im 43. Kampf. Afolabi musste die fünfte Niederlage im 30. Profikampf hinnehmen. Die Rivalen standen sich bereits zum vierten Mal seit 2009 gegenüber. Huck hat davon drei Kämpfe gewonnen, ein Duell endete unentschieden.

Der neue Champion war vom ersten Gong an der dominierende Mann im Ring. Vor 7000 Zuschauern im Gerry-Weber-Stadion war Huck deutlich aggressiver, traf häufiger und lag vor der Schlussphase des Duells deutlich in Front. Afolabi war bereits früh von einer Verletzung am linke Auge gehandicapt, die den Ringrichter auf Anraten des Ringarztes letztlich eingangs der elften Runde veranlassten, den Kampf abzubrechen. Huck, der sich Ende 2014 vom Sauerland-Boxstall getrennt hat und seither auf Erfolgstrainer Ulli Wegner verzichten muss, wurde erstmals von Klitschkos TV-Partner RTL übertragen. Die Klitschko Management Group (KMG) hat Anteile an den TV-Rechten für Huck-Kämpfe erworben.

Nordische Kombination, Weltcup: Olympiasieger Eric Frenzel hat den vierten Gesamt-Weltcupsieg in der Nordischen Kombination in Serie vorzeitig perfekt gemacht. Weil sein einzig verbliebener Rivale Akito Watabe aus Japan aus Krankheitsgründen an diesem Wochenende nicht starten kann, reichte dem 27-Jährigen am Samstag in Val di Fiemme ein zweiter Platz hinter dem Österreicher Bernhard Gruber zum erneuten Gewinn der Großen Kristallkugel. Frenzel baute seinen Vorsprung im Gesamtklassement vor Watabe auf 223 Punkte aus und kann von dem Japaner beim Saisonfinale am kommenden Wochenende in Schonach nicht mehr von der Spitze verdrängt werden.

Handball, Champions League: Handball-Bundesligist SG Flensburg-Handewitt hat seine Tabellenführung in der Champions League verspielt und muss um den direkten Einzug ins Viertelfinale bangen. Im vorletzten Gruppenspiel unterlag das Team von Trainer Ljubomir Vranjes dem ungarischen Meister MKB Veszprem 28:29 (12:10). Flensburg (20 Punkte) ist hinter dem neuen Spitzenreiter Paris St. Germain (22) und Veszprem (21) nur noch Dritter der Gruppe A. Am Sonntag in einer Woche (17.00 Uhr) ist für die Rückkehr auf Platz eins ein Sieg bei PSG Pflicht, Veszprem muss sich zu Hause zudem einen Ausrutscher gegen Wisla Plock erlauben. Nur der Gruppensieger qualifiziert sich direkt für die Runde der letzten Acht. Im Achtelfinale ist Flensburg aber sicher dabei.

Leichtathletik, 60 Meter-Sprint: Julian Reus hat den Uralt-Sprintrekord über 60 Meter bei den deutschen Leichtathletik-Hallenmeisterschaften in Leipzig geknackt. Der 27-Jährige aus Wattenscheid holte sich am Samstag den Titel in starken 6,52 Sekunden und blieb damit eine Hundertstelsekunde unter der bereits 28 Jahre alten Bestmarke des Berliners Sven Matthes. Vor 3500 Zuschauern in der ausverkauften Arena sicherte sich der viermalige Meister Christian Blum aus Wattenscheid in 6,60 Sekunden den zweiten Platz. Dritter wurde der Leipziger Robert Hering (6,69). Auf einen Start bei der Hallen-WM Mitte März in Portland im US-Bundesstaat Oregon will Rekordmann Reus allerdings verzichten.

Handball, Bundesliga: Rekordmeister THW Kiel hat sich wieder an die Tabellenspitze der Handball-Bundesliga gesetzt. Die Norddeutschen feierten am Samstag einen 26:21 (14:10)-Heimsieg über die Füchse Berlin und überholten mit 38:6 Punkten die in der Liga spielfreien Rhein-Neckar Löwen (36:6). Beste Werfer der Partie waren der Kieler Igor Anic (5) sowie der Berliner Petar Nenadic (6).

Basketball; NBA: Mark Cuban, Besitzer des Nowitzki-Klubs Dallas Mavericks, hat sich für eine Verschiebung der Dreipunkte-Linie in der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA ausgesprochen. "Es ist mittlerweile zu nah", sagte der 57 Jahre alte Milliardär: "Ich denke, es gäbe dann nicht weniger Würfe, aber das Können würde mehr belohnt, und mehr Raum auf dem Feld würde frei." Sechs bis sieben Zoll (15,24 bis 17,78 Zentimeter) würde Cuban die Linie nach hinten versetzen. Momentan verläuft sie in der NBA in 7,24 Meter Entfernung zum Korb, im Bereich der Spielfeld-Ecken sind es 6,70 Meter. In dieser Saison fallen in der besten Liga der Welt mehr Dreier als jemals zuvor. Der Rekord liegt bei 55.137 Dreiern in einer Spielzeit, in dieser Saison könnten es laut einer ESPN-Hochrechnung etwa 58.500 werden.

Dirk Nowitzki ist in der Nacht mit den Mavericks derweil ein hartumkämpfter Sieg gelungen. Gegen die Denver Nuggets setzten sich die Texaner nach einer Leistungssteigerung mit 122:116 nach Verlängerung durch und machten damit den 31. Saisonerfolg perfekt. Nowitzki steuerte 20 Punkte und 13 Rebounds bei, Topscorer Chandler Parsons kam auf 27 Punkte.

.