Ein Engagement als Sponsor beim VfL Wolfsburg wirkte sich positiv auf die Geschäftsbeziehungen zu VW aus - wer aussteigen wollte, bekam Ärger. Die Wölfe haben offenbar eigene Gesetze. Es gilt, was VW will.
Von ausverkauften Logen im Stadion träumt jeder Bundesligist. Ohne die Geschäftsleute aus Wirtschaft und Industrie, deren Konzerne die Plätze buchen, ließen sich die Arenen nicht finanzieren. Entsetzt war man deshalb offenbar beim VfL Wolfsburg, als plötzlich einige Logen leer standen. Und das ausgerechnet in der Rückrunde der Saison 2008/2009, in der die Wölfe nach rasanter Aufholjagd erstmals Deutscher Meister wurden.
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Spielort des VfL Wolfsburg: die VW-Arena. (© AP)
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Verwaiste Vip-Sitze in der Wolfsburger VW-Arena - das war keine Werbung für den gleichnamigen Autokonzern, dem der VfL gehört. Volkswagen soll damals ziemlich rigide vorgegangen sein gegen den abtrünnigen VfL-Sponsor, obwohl der, wirtschaftlich betrachtet, auch ein Schwergewicht war: Es handelte sich um ein Unternehmen aus dem Konzern der Deutschen Telekom, um T-Systems.
Die Telekom-Tochter, die Großkunden wie VW mit Kommunikations-Technik versorgt, wollte raus aus dem Stadion. Und raus aus dem bis Mitte 2010 laufenden Sponsorvertrag mit der VW-Tochter VfL Wolfsburg, der vier Millionen Euro pro Saison kostete.
T-Systems hatte ein paar Jahre zuvor Gedas gekauft, eine VW-eigene Gesellschaft für Informations-Technik, und zusammen mit Gedas deren Sponsoring beim VfL übernommen. Für die Telekom und T-Systems ergab dieses Werbepaket, zu dem zwei Logen gehörten, aber längst keinen Sinn mehr.
Man wolle die Logen nicht "auf Teufel komm raus" mit den meist immer selben Leuten füllen, notierte eine dafür zuständige T-Frau. Zwei Sportagenturen wurden beauftragt, das Sponsorpaket zu verkaufen. Und das während der Siegesserie, mit der Trainer Felix Magath seine Elf zum Titel führte. Beim VfL und dessen Eigentümer VW kam der Verstoß aus dem Hause Telekom ausgesprochen schlecht an.
VW habe sich beklagt, T-Systems mache mit seinem Vorgehen die Sponsoring-Preise beim VfL kaputt, sagte der Marketing-Chef der Telekom-Tochter vor wenigen Monaten als Zeuge in Stuttgart aus. Dort ermitteln Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft wegen Korruptionsverdacht bei späteren Geschäften zwischen T-Systems und VW rund um das VfL-Sponsoring.
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@schaunmermal
Sie haben Recht, ich habe mich wohl vom "V"fL blenden lassen, ich bitte um Entschuldigung.
Somit stehen zumindest in meiner Wunschtabelle nun die beiden Absteiger fest. Aber da es sowieso nur ums Geld geht, sollte man diese Träumereien nicht allzu intensiv betreiben.
Leverkusen und Wolfsburg sind das gleiche Thema. Beide Klubs sind 100%ige Töchter von den Konzernen. Das hat also auch bei Wolfsburg nichts mit Sponsoring zu tun.
ooooh, Herr Ott berichtet über den bösen, doofen VfL Wolfsburg. Der hat entsprechend dem Artikel auf bestehende Verträge gepocht und auf Geschäftspartner durch in Aussicht stellen von Folgeaufträgen Druck ausgeübt - skandalös! Hier wird ein real existierender Verein gesponsort.
Herr Ott, wenn schon, dann schreiben sie über die einzige "Frechheit" in der Bundesliga, Bayer Leverkusen!