American FootballDiese Quarterbacks prägen die NFL-Playoffs

Braucht Tom Brady bald zwei Hände für seine Super-Bowl-Ringe? Oder stiehlt ihm der artige Marcus Mariota die Show? Am Wochenende startet das Viertelfinale der NFL-Playoffs, wir stellen die acht Spielmacher vor.

Der Unvollendete

Acht Teams kämpfen an diesem Wochenende in den vier Viertelfinals der NFL-Playoffs ums Weiterkommen, das Ziel Super Bowl LII (52) in Minneapolis am 4. Februar (Ortszeit) vor Augen. Immer im Mittelpunkt: die acht Quarterbacks. Die Spielmacher-Position gilt im American Football nach wie vor als wichtigste. Das Kuriose ist: In den vier Begegnungen am Wochenende trifft jeweils ein in K.-o.-Spielen erfahrener Quarterback auf einen Playoff-Novizen.

Matt Ryan (Atlanta Falcons, 9 Playoff-Spiele):

28:3. Dieser Spielstand wird die Fans der Atlanta Falcons noch in ein paar Jahrzehnten verfolgen. Mit 25 Punkten Vorsprung sah das Team um Quarterback Matt Ryan im Super Bowl LI (51) vor einem Jahr in Houston schon wie der sichere Sieger aus - und verlor am Ende trotzdem. Ein Jahr nach der großen Enttäuschung möchte Ryan nicht mehr über dieses Spiel sprechen. Er hat die Chance, die Falcons erneut ins große Finale zu bringen. Dass er die Voraussetzungen dafür erfüllt, hat er schon mehrfach bewiesen. Die Saison 2016 beendete er als MVP, als wertvollster Spieler der Liga, in den Playoffs gilt er als der effizienteste Spieler überhaupt. Was fehlt, ist der Titel.

In der National Football Conference, einer von zwei Ligengruppen, die sich zur NFL zusammenschließen, hat von sechs Playoff-Teams aus dem Vorjahr nur eins die erneute Qualifikation geschafft: die Falcons. Im Vorjahr galten sie noch als Topfavorit, diesmal erzielten sie aber deutlich schwächere Ergebnisse.

Am Samstagabend kehrt Ryan mit Atlanta zurück in seine Heimat Pennsylvania. Vielleicht findet er dort zu der Perfektion zurück, mit der er sein Team 2016/17 in den Super Bowl führte. Denn sowohl für Ryan als auch für die Fans der Falcons gilt: Richtig verarbeiten lässt sich die Pleite aus dem Vorjahr wohl erst mit dem Titel.

Bild: Dale Zanine/USA TODAY Sports 12. Januar 2018, 14:322018-01-12 14:32:04 © SZ.de/chge/ebc/fued