Körperscanner geraten in den USA zunehmend in die Kritik: Piloten und Bürgerinitiativen rufen zum Boykott auf.
Angesichts neuer Abtastmethoden und des immer häufigeren Einsatzes von Nacktscannern braut sich in den USA Widerstand gegen verschärfte Flughafen-Kontrollen zusammen. Bürgerinitiativen rufen laut dem Fernsehsender CNN Passagiere auf, entweder nicht zu fliegen oder sich aus Protest den Scannern zu verweigern.
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"Bedeutsame Gesundheitsrisiken"
Die Pilotengewerkschaften der Fluggesellschaften US Airways und American Airlines raten Flugpersonal inzwischen davon ab, sich Nacktscannern auszusetzen. Häufiges Durchleuchten führe nach verfügbarem medizinischen Wissen zu "bedeutsamen Gesundheitsrisiken", schreibt Mike Cleary, Präsident der Pilotenvertretung von US Airways, die mehr als 5000 Mitglieder zählt.
Bislang sind laut CNN an fast 70 US-Flughäfen knapp 350 Nacktscanner im Einsatz. Bis Ende nächsten Jahres sollen es landesweit etwa tausend Geräte sein. Laut Radiologie-Professor David Brenner ist das Risiko durch Strahlung, die bei einem der beiden Scanner-Typen freigesetzt wird, sehr gering. John Pistole, Chef der für die Kontrollen zuständigen Transportation Security Administration (TSA) pflichtet bei: "Diese Technik ist nicht nur sicher. Sie ist maßgeblich für die Luftfahrt-Sicherheit und eine wichtige Maßnahme, mögliche Terroranschläge zu durchkreuzen."
Prominente Gegner wie der Verbraucherschutzanwalt und viermalige unabhängige Präsidentschaftskandidat Ralph Nader widersprechen: "Wenn jemand etwas Gefährliches an Bord schmuggeln will, dann versteckt er es eben nicht am sondern im Körper", sagte Nader der Washington Post: "Mit den Scannern kann man so etwas nicht verhindern."
Aufstand an Thanksgiving
Das Unbehagen von Flugpersonal und Passagieren zeigt sich mittlerweile auf breiter Front. Mehrere Bürger- und Web-Initiativen wehren sich gegen den Einsatz der Maschinen. Die Online-Gruppe "National Opt Out Day" ruft dazu auf, sich den Geräten am 24. November zu verweigern - unmittelbar vor dem Thanksgiving-Fest, am geschäftigsten Reisetag des Jahres in den USA.
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soviel zu den schnellen Nacktscanner:
www (dot) netzpolitik (dot) org/2010/nur-an-hamburger-flughafen-nacktscannen-und-trotzdem-kontrollieren/
Warum muss man den zum Flug hetzen? Vielleicht zu spät losgefahren?
Das ganze Sicherheitskonzept ist schrott und dient nur zur Bereicherung weniger.
In HH sind die Sicherheitsausweiße kopierbar und werden nicht ersetzt, weil es Geld kostet.
In Toronto hat das Gepäckpersonal Koffer ausgeräumt (hätten bestimmt auch was extra rein legen können).
Also warum sollte ich brav den Zirkus mitmachen und meine Schuhe und alles vorher ausziehen, wenn es eigentlich keinen Unterschied macht?
Damit dann der nächste "Law and Order" Politiker sagen kann es läuft super?
Bestimmt nicht.
Das Prinzip sich dem Nacktscanner zu verweigern und sich "konventionell" abtasten zu lassen erscheint mir zwar ein wenig alsRosskur, dürfte aber gerade in den USA durchaus anwendbar sein.
Hierzulande, insbesondere aber in Deutschland, könnte das einen gegenteiligen Effekt haben: die Wartezeiten sind, pro Person gesehen, in Deutschland mitunter die Längsten überhaupt: kein Wunder, wenn viele Leute einfach jegliche Schilder ignorieren und so mit Flüssigkeiten, unausgepakten Notebooks, fünfzehn Mänteln am Körper, der Hose voller Kleingeld oder massiven Gürtelschnallen, Bordkarten/Pässe nicht in der Hand sondern GANZ unten im Handgepäck, usw. zur Schleuse dackeln und dann ersteinmal drei Minuten mit Auspacken beschäftigt sind. Bilder, wie in den USA, dass Leute schon bevor oder beim anstehen alle Metallgegenstände zusammenräumen, die Bordkarten und die Pässe in der einen, die Schuhe oder das Notebook in der anderen Hand halten, sind hier eher die Ausnahme.
Absolut gesehen, fällt das z.B. gerade in München wenig auf, da dort die Sicherheitsüberprüfung mit hohem Personaleinsatz und großer Effektivität abläuft (daran muss z.B. TSA noch an vielen Flughäfen arbeiten), aber wenn dann die Leute auch noch anfingen sich den Nackscannern zu verweigern, dann knirschts aber sowas von gewaltig im Getriebe - und ich kann mir durchaus vorstellen, dass der augenscheinliche Haupt"schuldige" oder "Bremser" dann nicht mehr der Nacktscanner sondern der Passagier mit Prinzipien ist. Schließlich ist es doch demjenigen, der seinen Flug nur noch mit Hetzerei erwischt recht schnuppe, warum der Fluggast vor ihm alles aufhält.