X

Anzeige

Inzwischen sind die Detonationen seltener geworden, die alle Fische im nahen Umkreis betäuben, woraufhin sie sich leicht einsammeln lassen. Doch der Grund ist traurig: Laut Tauchlehrer Martinez gibt es meist schlichtweg nicht mehr genügend Fische an einem Ort, als dass sich der Einsatz des Sprengstoffes lohne. "Leider herrscht vielfach die Ansicht vor, dass das schnelle Leerfischen der Riffe mehr einbringt als ihr Schutz", sagt er. Ähnliches beklagen - für alle Riffe - Umweltschutzorganisationen wie der WWF. Die schiere Größe der teils labyrinthartig verteilten Togians trägt aber dazu bei, dass Besucher auch weiterhin über die Unterwasserwelt staunen können. Vor der Insel Kadiri liegt ein besonders gut erhaltenes Flugzeugwrack aus dem Zweiten Weltkrieg, das nach einer Notwasserung langsam versank. Viele Taucher steuern dieses Ziel in rund 20 Metern Tiefe an. Die Angestellten des "Island Retreat" stammen aus den umliegenden kleinen Siedlungen, die somit auch ein wenig von den Touristen profitieren. "Das ist mein Ziel", sagt Inhaberin Manley. "Die Menschen sollen erkennen, dass sich der Erhalt der Togians auch langfristig lohnt." Noch jedenfalls sind die Togian Islands tatsächlich so, wie sich der Besucher seine Trauminsel vorstellt.

Bild: Thilo Resenhoeft, dpa-tmn 3. Dezember 2012, 23:452012-12-03 23:45:32 © Süddeutsche.de/Thilo Resenhoeft,dpa/dgr