Zwischen Beklemmung und dem radioaktiven Atem der Geschichte: Ein Tagesausflug in die Umgebung von Tschernobyl birgt zwiespältige Erlebnisse.
Die US-Zeitschrift Forbes schreibt von einer "weltweit einmaligen Sehenswürdigkeit", für die sich der Eintritt von umgerechnet 122 Euro pro Tag durchaus lohnt: Tschernobyl, 1986 Schauplatz der weltweit schlimmsten Atomkatastrophe der Geschichte, ist heute eine Attraktion für Tausende von Besuchern im Jahr.
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Fast 25 Jahre nach dem Super-GAU in dem Kraftwerk aus der Sowjetära lockt die verstrahlte Zone mit der verlassenen Stadt Pripjat Busladungen voller Neugieriger an - allein im vergangenen Jahr waren es nach offiziellen Angaben rund 7500 Besucher.
Ein kleiner Bus bringt Touristen an den Rand des Sperrgebietes. Ohne Genehmigung ist es noch immer nicht zugänglich. Am Eingang muss jeder Besucher unterschreiben, dass er die Regeln beachten wird, die eine Kontaminierung verhindern sollen: Kein Essen und Rauchen, kein Berühren von Gegenständen, kein Sitzen auf der Erde, kein Abstellen von Taschen. Die Besucher unterschreiben mit nervösem Lachen. Die junge belgische Psychologin Davinia Schoutteten räumt ein, sie habe schon "ein bisschen Angst" vor der Radioaktivität. Ihre Schuhe wolle sie nach dem Besuch wegwerfen.
Trotzdem geht sie mit den anderen Besuchern zum havarierten Reaktor und seinem inzwischen rissigen Betonmantel. Der Geigerzähler misst eine Strahlenbelastung von 3,9 Microsievert - normal sind 0,12.
Danach geht die Reise zur verlassenen Stadt Pripjat. Nur drei Kilometer vom Kraftwerk entfernt liegt sie heute in der unbewohnbaren Zone. 1970 für die Beschäftigten von Tschernobyl erbaut, mussten alle 50.000 Einwohner sie am Tag nach der Katastrophe verlassen - für immer. Seither ist Pripjat eine Geisterstadt. Noch immer hängen Schilder aus der Sowjetzeit an Gebäuden in der Nähe eines verfallenen Vergnügungsparks, dessen Riesenrad Rost angesetzt hat. In einer Wohnung liegen Bücher und Spielzeuge verstreut auf dem Boden.
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Das Tausendjährige Reich verschwand nach 13 Jahren und hinterließ zig Millionen Tote.
Tschernobyls Regen hinterließ in Bayern eine wenig Staub (radioaktives also strahlendes Cäsium) mit einer Halbwertszeit von 30 Tausend Jahren.
Tschernobyl explodierte nur, weil der Reaktor bei einem Experiment sekundenlang nicht mehr steuerbar war, weil die Bremsstäbe durch Hitz klemmten und zuviel Sauerstoff und Wasserstoff erzeugten, im richtigen Verhältnis 2 zu 1. Bei der Entzündung dieses Gemischs (Knallgas) explodierte das Reaktorgehäuse in Sekundenbruchteilen und das explosive Gemisch verbrannte zu ein paar Tropfen Wasser, dummerweise verdampfte auch bei dem folgenden Brand im Uranmeiler radioaktives Material. Der Wind verwehte es über tausende Kilometer und der Regen brachte es zu Boden. Und das haben wir nun in Bayern, für viele zigtausend Jahre.
In Pilzen und Wildfleisch noch heute...
und OHU? Aha!...
Wer opfert sich bei uns, wenn ein Reaktor brennt?
Ich finde den Tourismus an einen Ort, an dem tausende Menschen für unser Leben und Gesundheit sich opferten und jämmerlich starben, unmenschlich und abschreckend.
die meisten dürften an ganz normalen Krankheiten wie einem läppischen Husten sterben weil ihr Immunsystem durch die Strahlung massiv gestört ist.