Portugal Strand gut entlang der Algarve

Wenn in Deutschland noch Aprilwetter die Laune verhagelt, liegen im Süden Portugals die ersten Urlauber schon lange in der Sonne.

Die Saison an der Algarve beginnt früh, im Mai sind Tageshöchstwerte von 25 Grad und mehr keine Seltenheit.

An solchen Stränden ist man nicht aufs Baden festgelegt. Davon gibt es zudem reichlich an der Algarve.

(Foto: Foto: visipix.com)

Der Atlantik ist zwar den meisten Touristen noch zu kalt zum Schwimmen. Doch es lässt sich schön faulenzen zwischen den Sandsteinfelsen, die im Rücken der Strände steil aufragen und im Wasser bizarre Formationen bilden.

Wer will, kann jeden Urlaubstag in einer anderen Bucht verbringen: Allein zwischen Albufeira und Praia da Rocha gibt es mindestens 20 Strände. Erreichbar sind die meisten über Treppen, die auch für kleinere Kinder nicht zu steil sind. Oft gibt es eine Strandbar, bei der sich die Besucher auch einen Liegestuhl leihen können.

Ein Auto ist zu empfehlen

Doch auch wer kein "Beach-Hopping" betreiben möchte, ist gut beraten, sich ein Auto zu mieten. Man muss die kleinen Felsbuchten zwar nicht lange suchen - eine ist immer in der Nähe -, aber sie liegen auch nicht zwangsläufig vor der Tür von Ferienwohnung oder Hotel.

Ein gutes Beispiel dafür ist Carvoeiro, ein Ferienort etwa auf halbem Wege zwischen Faro und dem Cabo de São Vicente. Hier gibt es einen kleinen Sandstrand am Ortszentrum, aber auch ruhige Buchten, die einige Kilometer entfernt sind. Der Sand ist mitunter grobkörnig und durchsetzt mit kleinen Muscheltrümmern - das hat den Vorteil, dass er nicht von dem oft heftigen Wind aufgewirbelt wird.

Ruhe am Strande

Rund drei Kilometer östlich von Carvoeiro etwa liegt die Praia de Vale de Centianes. Die Kinder spielen hier mit Eimer und Förmchen, und ihre Väter helfen dabei, Löcher zu buddeln, um das Meerwasser aufzufangen und die Quietscheentchen darin baden zu lassen.

Ein paar Meter weiter fliegen Volleybälle hin und her - wer im Urlaub Sport treiben will, findet an den Stränden meist schnell Gleichgesinnte. Am schönsten ist es an allen Stränden am späten Nachmittag: Wenn sich der Feuerball dann gegen 17 Uhr zum Horizont neigt, schimmern die Sandsteinwände leuchtend in unterschiedlichen Rot- und Beigetönen.

Mit dem Mietwagen lassen sich von Albufeira und Carvoeiro aus auch entferntere Strände gut erreichen sowie Ausflüge unternehmen - etwa nach Lagos.

In der lebendigen Fußgängerzone des Ferienortes wechseln sich gute Restaurants mit Souvenirläden ab, und die Kirchen des Ortes bringen die Urlauber zum Staunen, allen voran die Igreja de Santo António.

Über und über geschmückt ist das Innere des Gotteshauses mit blau-weißen Kacheln - den für Portugal so typischen Azulejos - sowie vergoldeten Holzschnitzkunstwerken, den "talha dourada".

Letzte Bratwurst vor Amerika

Von Lagos aus ist es nicht mehr weit bis nach Sagres und zum Cabo de São Vicente. Steil und sehr hoch sind die Klippen, gegen die der Atlantik hier kracht. In der Antike galt das Kap als "Ende der Welt", heute gibt es hier immerhin die "Letzte Bratwurst vor Amerika": Die aus Franken ausgewanderten Petra und Wolfgang Bald verkaufen in einer Bude Nürnberger Rostbratwürste, die per Luftfracht importiert werden.

Wen es vom Kap aus wieder an den Strand zieht, sollte nicht zurück nach Osten fahren, sondern den Weg nach Norden suchen. Westlich der Straße in Richtung Aljezur liegen meist menschenleere Strände mit kolassaler Brandung.

Bei gleichem Wetter wie an der Südküste ist es im starken Westwind oft fünf, sechs Grad kälter als in Lagos. Abseits der touristischen Zentren präsentiert sich die Algarve hier in ihrer Ursprünglichkeit - nicht nur in der Vorsaison.

Informationen:

ICEP Portugiesisches Touristik- und Handelsbüro, Schäfergasse 17, 60313 Frankfurt/M., (Tel.: 069 / 23 140 94, Fax: 069 / 23 14 33) (Homepage: www.visitportugal.com)

(sueddeutsche.de / dpa/gms)