A bee is covered with pollen as it sits on a blade of grass at a lawn in Klosterneubur

Eine Biene hält ein Flugzeug auf, bei der Safari sehen die Urlauber öfter Ungeziefer als Löwen und eine Fußmatte verdirbt die ganze Reise - nach dem Urlaub zieht es manche Touristen vor Gericht, mal mehr, mal weniger berechtigt: Seltsame Klagen in Bildern.

Ausgerechnet eine Biene war schuld, dass ein Flugzeug auf dem Weg von Antalya nach Düsseldorf viel zu spät dran war. Wer rechnet schon damit, dass das emsige aber doch so kleine Tier einen technischen Defekt verursachen kann, der noch beim nachfolgenden Flug für erhebliche Verzögerungen sorgt? Die Biene war statt in eine Blüte in das sogenannte Pitot-Rohr geflogen, mit dem Geschwindigkeit und auch Flughöhe gemessen werden. Weil die Biene nicht wieder herauskam, musste die Airline ein Ersatzflugzeug organisieren. Bei einem derart "außergewöhnlichen Umstand" müsse die Fluggesellschaft nicht für die Verspätung aufkommen - fand zumindest die Airline. Ein Fluggast war von dieser Schlussfolgerung nicht überzeugt.

Das Amtsgericht Düsseldorf (Az.: 36 C 6837/13) war auf seiner Seite: Grundsätzlich sei eine Biene im Pitot-Rohr zwar durchaus außergewöhnlich, heißt es im Urteil. Doch davon war der vorherige Flug betroffen. Nun hätte die Airline umfassend darlegen müssen, was sie unternommen hatte, um den Folgeflug pünktlich starten zu lassen. Das habe sie jedoch nicht getan. Aus diesem Grund stehe den Passagieren dieses Fluges nun doch eine Ausgleichszahlung zu.

Der nächste Fall ist wortwörtlich zu nehmen: Ein Tourist stürzt schon vor dem Ritt vom Kamel, weil dieses es zu eilig mit dem Aufstehen hat.

SZ.de/cag/dpa mit "ReiseRecht aktuell"

Bild: Reuters

7. April 2014, 16:44 2014-04-07 16:44:09  © Süddeutsche.de/kaeb, dd, jobr

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