Bond-Drehort Hashima in JapanInsel des Bösen

Im neuen James-Bond-Film "Skyfall" dient eine Insel als Versteck für den Schurken Raoul Silva und wirkt dabei wie von Bühnenbildnern erdacht. Dabei gibt es die Insel tatsächlich - und Hashima hat auch in der Realität eine düstere Geschichte.

Im neuen James-Bond-Film "Skyfall" dient eine Insel als Versteck für den Schurken Raoul Silva und wirkt dabei wie von Bühnenbildnern erdacht. Dabei gibt es die Insel tatsächlich - und Hashima hat auch in der Realität eine düstere Geschichte.

Zu unheimlich, um wahr zu sein? Im aktuellen James-Bond-Film "Skyfall" hat der Bösewicht Raoul Silva (Javier Bardem) sein Hauptquartier auf einer Insel, die von Menschen in Panik verlassen worden war. Dort kommt es zum ersten Zusammentreffen zwischen ihm und James Bond (Daniel Craig), in einer Szenerie, die sich nur Set Designer ausgedacht haben können, denkt der Kinobesucher. Doch diese Insel existiert tatsächlich. Sie liegt vor Japans Küste in der Nähe von Nagasaki und gilt als Symbol für Vergänglichkeit: Hashima, die "Grenzinsel". Aber die meisten Japaner nennen sie Gunkanjima, "Kriegsschiffinsel". Aus der Ferne wirkt die dicht bebaute Insel wie ein monströses Kampfschiff, allerdings wie eines, das kurz vor der Havarie steht. Mit Militärindustrie hat die Insel aber nichts zu tun: Hier wurde einst Kohle abgebaut, in tiefen Stollen unter dem Meer.

Häuserblock 65 auf Hashima

Bild: Jordy Theiller / CC-by-sa-3.0 20. November 2012, 11:142012-11-20 11:14:36 © Süddeutsche.de/kaeb/ihe/bavo