Touristen müssen ungewollt weiter für die Bahncard zahlen - sie wurden angeblich nicht informiert, dass das Sparticket nur im Abonnement zu haben ist.
Mit der Bahncard kommt man oft billiger weg, und auch Touristen nutzen in Deutschland das Angebot der Bahn. Doch die meisten wollen nicht auch im darauffolgenden Jahr durch Deutschland reisen und sind mehr als überrascht, wenn ihnen abermals eine Bahncard in Rechnung gestellt wird.
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Gerade Touristen, in deren Heimat Vertragsverlängerungen ohne Ankündigung verboten sind, rechnen oft nicht mit einem Abo. Vor allem Ausländer sollten auch aus diesem Grund genau überlegen, ob eine Bahncard wirklich lohnt, betont das Europäische Verbraucherzentrum (EVZ) in Kehl. In Frankreich oder Österreich beispielsweise seien Verbraucher besser geschützt: Dort ist eine Verlängerung von Verträgen nur dann wirksam, wenn der Kunde vor Ende der Laufzeit schriftlich darauf hingewiesen wird.
Nach Angaben der EVZ häufen sich die Fälle von Touristen, die angeben, beim Kauf nicht darauf hingewiesen worden zu sein, dass sich die Bahncard automatisch verlängert. Die Rechnung für die neue Bahncard nach einem Jahr hätten viele der ausländischen Kunden als Werbung betrachtet und weggeworfen. In etlichen Fällen habe die Bahn nun ein Inkassobüro beauftragt.
Die Deutsche Bahn bezweifelt, dass die betroffenen Ausländer nicht aufgeklärt worden sind. "Die Kolleginnen und Kollegen in den Reisezentren sind explizit angewiesen, darauf hinzuweisen, dass es sich um ein Abo handelt", sagte ein Bahn-Sprecher. Außerdem bekomme jeder Kunde den Vertragstext zusammen mit der Bahncard zugeschickt. Es seien wirksame Verträge geschlossen worden.
Allen, die die Bahncard nur für einige Fahrten und dann voraussichtlich nicht wieder benötigen, rät das EVZ, die Karte gleich nach Vertragsabschluss wieder zu kündigen. Dabei sollte der Kunde auch nicht versäumen, sich die Kündigung schriftlich bestätigen zu lassen.
Dies gilt für alle Bahnfahrer, auch die deutschen.
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(sueddeutsche.de/dpa/kaeb)
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Träumen, planen, reisen
Mein Tipp, egal ob BahnCard oder Handycertrag: Sofort nach Abschluss des Vertrages wird dieser auch gekündigt und um eine Bestätigung dieser Kündigung gebeten. Funktioniert tadellos, man verpasst nie die Kündigungsfrist oder vergisst zu kündigen. Verlängern oder die Kündigung zurückziehen kann man immernoch falls man feststellt dass man wirklich zufrieden mit der Leistung ist.
Das alles gibt es bei Bahn. Merke: Erst informieren, dann (gegebenenfalls) meckern.
Wobei es mir tausend Mal lieber wäre, wenn es nicht so viele Optionen sondern ein halbwegs transparentes Buchungssystem gäbe.
Gruß
Heramano
auch ich bin kein großer fan der bahn, jedoch war ich verwundert als ich die kündigungsfrist meiner bahncard 50 verpasst hatte und auf gut glück einen brief schrieb, in dem ich erläuterte, dass ich sie mir einfach nicht leisten könne.
einerseits bin ich davon ausgegangen, dass ich als referendar noch als student bzw. auszubildender gelte (nur bis 27 jahre), andererseits habe ich nach einer regulären arbeit als referendar nicht die finanziellen mittel dafür. und, es war alles absolut kein problem. es gibt also doch noch wunder! selbst bei der db...
Ich weiss, dass nützt Touristen nicht viel, aber an alle anderen kann man nur appellieren: Fahrt nicht mit der Bahn, wenn Ihr Alternativen habt (Mitfahrgelegenheit z.B.).
Es ist immer wieder unglaublich, was für Abzockereien sich dieser Quasi-Monopolist leistet.
"Touristen müssen ungewollt weiter für die Bahncard zahlen sie wurden angeblich nicht informiert, dass das Sparticket nur im Abonnement zu haben ist."
Eine typische Unverschämtheit der Privatisierungs-Abzockbahn.
Für diese ganzen widerlichen "Abo"-Verträge gibts nur eine Antwort: Verbieten.
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