Abenteuerexpedition in AlaskaAuf den Berg segeln statt klettern

Drei Freunde aus Bayern wollen in Alaska beweisen: Den Gipfel des 5000 Meter hohen Mount Blackburn erreichen sie mit einer Kombination aus Skitour, Eisklettern und Snowkiten. Und runter geht es mit dem Gleitschirm. Protokoll einer waghalsigen Reise - und ihres Scheiterns.

Ein Trio aus München hatte einen Traum: Vier (Extrem-)Sportarten am Berg zu kombinieren. Andreas Hillmer, Philip Kuchelmeister und Sebastian Bubmann planten folgendes: Eine Skitour führt bis zu einer Steilwand, die beim Eisklettern überwunden wird. Dann überschreiten sie den Gletscherrücken nicht auf Ski, sondern lassen sich vom Snowkite ziehen. Und vom Gipfel wollen sie sich den kräftezehrenden und gefährlichen Abstieg sparen: Hinab segeln sie mit dem Gleitschirm.

In den Alpen hatten sie die einzelnen Sportarten und deren Kombination schon erprobt, nach eineinhalb Jahren Vorbereitung folgte der Härtetest im Extrem: am 5000 Meter hohen Mount Blackburn in der Einsamkeit von Alaska (hier finden Sie weitere Informationen zum Projekt und der Route). Vier Wochen hatten die Freunde Zeit - und das Wetter gegen sich. Andreas Hillmer, der Alpinist im Team, berichtet auf den folgenden Seiten von der Expedition ins Eis.

Im Bild: Andreas Hillmer beim Aufstieg auf etwa 3000 Metern in Alaska. Ein falscher Schritt bedeutet an dieser Schnee- und Eisflanke den Absturz: "Man überlegt sich jede Bewegung also ganz genau", sagt er.

Bild: Bernhard Freinademetz 26. November 2014, 16:062014-11-26 16:06:46 © SZ.de/Protokoll: Katja Schnitzler/ihe/rus