Freimut aus Enttäuschung: Reinhold Robbes harsche Kritik am Zustand der Bundeswehr liegt auch daran, dass ihm keine zweite Amtszeit vergönnt ist.
Ein leiser Abgang ist das nicht, wenn nun Reinhold Robbe das Amt des Wehrbeauftragten verlässt. So schonungslos wie selten zuvor kritisiert Robbe in seinem letzten Jahresbericht die erschreckend große Zahl von Missständen in der Bundeswehr.
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Scheut nicht das klare Wort: Wehrbeauftragter Reinhold Robbe. (© Foto: dpa)
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Dass er sogar einen veritablen Inspekteur einer Teilstreitkraft, den des Sanitätswesens, frontal angreift und ihm totales Versagen vorwirft, hat es in der Geschichte dieses Amtes noch nicht gegeben.
So viel Freimut hat viel mit der Enttäuschung darüber zu tun, dass Robbe die meisten der genannten Defizite schon seit Jahren anprangert, ohne dass ausreichend Abhilfe geschaffen worden wäre.
Sicherlich verdankt die Öffentlichkeit die drastischen Wahrheiten aber auch dem Umstand, dass dem Sozialdemokraten Robbe unter der neuen schwarz-gelben Koalition eine zweite Amtszeit nicht vergönnt war. Die FDP beansprucht das Amt für ihren Abgeordneten Hellmut Königshaus. Robbe wäre gern geblieben. Dass er am Dienstag einen Kommentar zur schwierigen Kandidatenfindung bei der FDP ungefragt ablehnte, ist Kommentar genug.
Robbe hat sich um die Soldaten verdient gemacht. Dass manch einer in der Spitze des Verteidigungsministeriums sich von ihm über Gebühr kontrolliert fühlte, spricht für Robbe und sein Engagement. Insofern hat er Maßstäbe gesetzt, an denen sich sein Nachfolger wird messen lassen müssen.
Robbe hat auch früher das klare Wort nicht gescheut. Königshaus ist ein stillerer Typ, der als Jurist seine Sätze sorgsam wägt. Das muss nicht heißen, dass er am Ende weniger für die Soldaten und ihre Familien erreichen kann. Gelegentlich aber wird auch er auf die Pauke hauen müssen.
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(SZ vom 17.03.2010/liv)
Es stimmt,die Kritik an den Versaeumnissen in der Truppe sind schlimm. Schlimmer ist das, es zieht sich nun seit Jahr und Tag hin,ohne das es besser wird. Das haengt auch damit zusammen,dass die BW als Steinbruch fuer den Bundeshaushalt herhalten musste. Auch ist es so,dass die Dinge dort so sind, weil die BW auch nur ein Teil der Gesellschaft sind. Sie haben die selben Probleme zu meistern wie draussen,nur eines ist hier anders,der Bund und das Parlament koennen hier korrigiernt eingreifen,ertwas was zu wenig gemacht wird. Auch haengt viel davon an wehn und wie ich die Unter oder Offieziere Ausbilde,da gibt es nun mal Mangelerscheinungen,von ersten Tag an und das wird auch so bleiben. Nur den Willen etwas zu verbessern,dann gelingt es die meissten Misstaende erst gar nicht zu erzeugen.
.....beginnt das große Umdenken,
der muss erst noch lernen,
was ein PappKamerad ist......