Wallerstein Zwölf Verletzte bei Brandanschlag auf Wohnhäuser

  • Auf zwei benachbarte Wohnhäuser in Wallerstein sind offenbar Brandanschläge verübt worden.
  • Ein Tatverdächtiger wird von der Polizei befragt.
  • Die Bewohner des Hauses besitzen die deutsche Staatsbürgerschaft, seien aber nicht in Deutschland geboren, sagte ein Polizei-Sprecher.

Bei Brandanschlägen auf zwei benachbarte Wohnhäuser im schwäbischen Wallerstein, in denen nach Polizeiangaben Bewohner "mit Migrationshintergrund" leben, sind zwölf Menschen verletzt worden, darunter sieben Jugendliche.

In beiden Fällen sei von Brandstiftung auszugehen, sagte die Polizei in Augsburg am Donnerstagmorgen. Ein fremdenfeindlicher Hintergrund wurde nicht ausgeschlossen. Allerdings ermittle die Polizei "in alle Richtungen".

Ein verdächtiger Mann wurde festgenommen

Bewohner alarmierten die Feuerwehr am Mittwochabend wegen eines Brandes im Keller in einem der Gebäude. Das laut Polizei "total vermüllte Kellerabteil" brannte vollständig aus. Zeitgleich bemerkte ein Bewohner im angrenzenden Nebengebäude brennende Wäsche auf einer Waschmaschine. Beim Versuch das Feuer zu löschen, erlitt der Entdecker leichte Verbrennungen an seinen Händen.

Ein nach Zeugenaussagen verdächtiger Mann, der sich während der Löscharbeiten am Tatort aufhielt, wurde festgenommen. Nach Angaben der Polizei deuteten bei dem 22-Jährigen Spuren darauf hin, dass es sich um den Brandstifter handelte.