US-Präsident "Time" kürt Barack Obama zur Person des Jahres

"Weil er eine neue Mehrheit geschmiedet hat" und "Schwächen in Chancen" umgewandelt habe - so begründete das US-amerikanische Magazin "Time" seine Wahl Barack Obamas zur "Person of the Year 2012".

Das US-amerikanische Magazin Time hat Barack Obama nach seiner Wiederwahl zur "Person of the Year 2012" - zur Person des Jahres - gekürt.

Das Magazin bezeichnete Obama als "Architekten des neuen Amerika". Das Land befinde sich mitten in einem tiefgreifenden kulturellen und demografischen Wandel, und der Präsident sei in vielerlei Hinsicht die treibende Kraft. Bereits 2008 hatte Time Obama den Titel verliehen, als er als erster Afroamerikaner ins Weiße Haus gewählt worden war.

Die Wahl sei auf Obama gefallen, weil er eine neue Mehrheit gesucht und geschmiedet, weil er Schwächen in Chancen umgewandelt und weil er sich, umgeben von großen Widrigkeiten, daran gemacht habe, den Zusammenhalt der Nation zu verbessern, begründete die Zeitschrift ihre Entscheidung. Auf dem Titelblatt der neuen Ausgabe ist ein nachdenklicher Obama im Profil zu sehen.

Nach Angaben des Magazins setzte sich Obama bei der Abstimmung in der Redaktion gegen die bei einem Taliban-Angriff schwer verletzte pakistanische Kinderaktivistin Malala Yousafzai und den ägyptischen Staatschef Mohammed Mursi durch. Auch die Chefs der Technologiekonzerne Apple und Yahoo, Tim Cook und Marissa Mayer, sowie das US-Politikerpaar Bill und Hillary Clinton kamen in die engere Auswahl.

Die "Person des Jahres", die ein Team des Nachrichtenmagazins traditionell im Dezember wählt, kann theoretisch auch eine Sache oder eine Gruppe Menschen sein. 2011 war "der Protestler" dazu bestimmt worden, stellvertretend für die Menschen, die sich in Ländern wie Tunesien gegen autoritäre Regierungen aufgelehnt hatten.