"Change" wollte Barack Obama. Doch rechte und linke Populisten verheißen mittlerweile "wirklichen Wandel" und schüren die Wut auf "das Establishment" in Washington.
Alles wird neu, schon wieder. Gerade mal eineinhalb Jahre ist es her, dass sich die Vereinigten Staaten dem Rausch des Wandels hingaben: Change lautete das Versprechen, mit dem ein junger, stets strahlender Mann seine Nation verzückte. Der Wahlsieg Barack Obamas gab vielen Amerikanern den Glauben zurück, sie könnten ihr großes Land neu begründen, ja sich selbst neu erfinden.
Das Zauberwort Change wendet sich gegen den Magier Obama. (© Foto: Reuters)
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Nun jedoch, nur 18 Monate später, wendet sich das Zauberwort gegen den Magier Obama. Und gegen ganz Washington: Rechte wie linke Populisten verheißen "wirklichen Wandel" und schüren die Wut auf "das Establishment" in der Hauptstadt.
Also Kommando zurück, Wende nach rechts? So einfach, so klar (und so eindeutig falsch) kann die aktuelle Lage nur deuten, wer schon im November 2008 irrte und damals glaubte, Amerika habe mit der Wahl Obamas den Weg nach links eingeschlagen. Diesem Wunschdenken gaben sich viele hin - manche Demokraten in den USA, viele Beobachter aller Couleur in Europa. Doch sie alle unterschätzten, wie sehr der Triumph des neuen Mannes schlicht der Sehnsucht geschuldet war, die achtjährige Ära von George W. Bush vergessen zu machen. Amerika suchte den Anti-Bush, Amerika fand Obama.
Dieser Präsident Obama genießt noch immer Respekt. Vorbei sind zwar die Zeiten, da das Volk dem ersten schwarzen Mann im Weißen Haus beinahe gottgleich huldigte. Aber die meisten Amerikaner beäugen ihren Präsidenten nach wie vor mit Sympathie. Es ist nicht die Person, sondern die Politik, die sehr vielen Bürgern Unbehagen bereitet. Und die etliche Menschen inzwischen auf die Barrikaden treibt.
Der laute Protest der sogenannten Tea-Party-Bewegung ist dabei nur eine, wenn auch die schillerndste Facette. Immerhin ein Fünftel der amerikanischen Gesellschaft unterstützt diese rechtskonservative Aufwallung, die sich seit einem Jahr auf der Straße und in Bürgerversammlungen austobt: Es sind fast nur Weiße, ältere Männer zumeist mit überdurchschnittlicher Ausbildung und Gehalt. Denen war schon der späte George W. Bush zu links.
Denn schließlich war es der Republikaner, der bei Ausbruch der Finanzkrise im Herbst 2008 wider alle Parteilehre den Bankern und Bonzen an der Wall Street mit Milliardenkrediten aushalf. Der Zorn am rechten Rand wuchs sich aus zur nackten Wut, als später Obama ein riesiges, schuldenfinanziertes Konjunkturprogramm draufsattelte und seine Gesundheitsreform vorantrieb. Seither sehen sie ein Gespenst herumziehen im Weißen Haus - das Gespenst des Sozialismus.
Die Hirngespinste der Tea-Party-Anhänger allein muss Obama kaum fürchten. Im Gegenteil, diese Bewegung könnte - rein wahltaktisch und kurzfristig - dem Präsidenten und seinen demokratischen Parteifreunden helfen bei den im November anstehenden Kongresswahlen. Denn die konservative Rebellion führt dazu, dass die Republikaner nun ein ideologisches Fegefeuer erleben und immer konservativere, linientreue Kandidaten aufstellen. Exakt diese Radikalisierung könnte im November aber viele unabhängige Wähler davon abhalten, für die Opposition zu stimmen.
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Szene München
Ich glaube noch nicht einmal, dass er wirklich besser ist als Bush, er ist nur anders.
Die amerikanische Friedensbewegung betrachtet ihn jedenfalls als grössere Gefahr wie Bush.
An alkhaider:@,Man soll und kann keine Wunder erwarten,was lange Zeit schieflief,kann man nicht an einem Tagen reparieren. Auch hat Obama viele Altlasten uebernommen und auch in der Politik braucht man Zeit. Viele Dinge hat Obama schon angepackt und will sie veraendern. Auch vergisst man das Parteiensystem in den USA,Kongress und Repraesentantenhaus. Diese Leute selbst wenn sie in der selben Partei sind haben ihre Interessen und sind da sehr Unabhaengig. Nun Obama ist nun mal kein Diktator von eigenen Gnaden,er muss mit den Machtinstrumenten klar kommen die er hat. Zaubern und Hexen kann er nicht,aber er hat angefangen Naegel mit Koepfen zu machen. Besser als was davor an der Regierung war allemal,nun er braucht Zeit und ob er die hat weiss man nicht.
Obama ist meiner Meinung nach der schwächste Präsident aller Zeiten.
Er wurde von den Strippenziehern hinter den Kulissen der Macht auserkoren, um das ramponierte Image der USA aufzupolieren, damit alles andere so weiterlaufen kann wie gehabt.
Mich überrascht Obama´s Nicht-Change in keinster Weise. Das war genau das, was zu erwarten war. Er knickt vor allen Machtgruppierungen und Lobbies ein und kommt über faule Kompromisse, die meilenweit von seinen Versprechungen entfernt liegen, nicht hinaus.
Die Kriege gegen unvermindert mit verstärkten Truppen weiter, die Gesundheitsreform ist Murks, er droht nicht-atomaren Staaten mit einem atomaren Erstschlag, er lässt sich von Israel ins Gesicht spucken, Guantanmo existiert weiter und Folter-Dependancen u.a. in Bagram florieren, er lässt US-Bürger ohne Gerichtsverfahren exekutieren.
Gut, er kann besser vom Teleprompter ablesen als Bush, der selbst für das zu dumm war, aber das war´s dann auch schon.
Dieser Artikel hier sieht das ähnlich.
globalresearch.ca/index.php?context=va&aid=19030
Ich betrachte das ganze immer noch unter dem Vorbehalt, dass es sich dabei um Flase-Flag-Aktionen der USA selbst handeln könnte. Jedenfalls gibt es bei all diese Anschlägen oder Anschlagsversuchen komischerweise immer eine Geheimdienstkomponente.
Ich habe Ihnen jetzt, weils paßt, doch noch schnell den Link zur NYT herausgesucht:
The Opinionator
Robert Wright in der NYT v. 11.5.2010 "The Making of a Terrorist"
http://opinionator.blogs.nytimes.com/2010/05/11/the-making-of-a-terrorist/?scp=2&sq=Afghanisatn%20drones&st=cse
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