Seit 17 Jahren ist Ursula Caberta der Stachel im Fleisch von Scientology. Jetzt löst der Hamburger Senat ihre Sekten-Arbeitsgruppe auf.
Es liegen nur ein paar Schritte zwischen dem Büro des Hamburger Senators für Inneres und der Elb-Niederlassung von Scientology. Von daher können sich die Mitarbeiter der Innenbehörde demnächst selbst ein Bild machen, ob und wie die umstrittene Organisation auf die jüngsten Sparbeschlüsse aus ihrem Hause reagiert: Das Ressort von Innensenator Christoph Ahlhaus (CDU), designierter Bürgermeister der Hansestadt, will die dort angesiedelte Arbeitsgruppe Scientology "umstrukturieren", wie die offizielle Lesart lautet.
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Sektenbeauftragte Ursula Caberta, hier im Jahr 2007 bei der Vorstellung ihres "Schwarzbuch Scientology". (© dpa)
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Weil dadurch 140.000 Euro jährlich eingespart werden sollen, befürchtet die Opposition, bei der Umstrukturierung handele es sich eher um die Auflösung der Einrichtung. Die Empörung bei SPD und Linken ist entsprechend groß.
"Wir werden Widerstand leisten, das kann man nicht einfach durch die kalte Küche machen", sagte Andreas Dressel, Innenexperte der SPD. Und Fraktionssprecher Christoph Holstein ergänzte: "Wir werden genau beobachten, ob Scientology nun eine neue Offensive startet oder Werbung intensiviert." In einer ersten Mitteilung bejubelte der "Psychokonzern" (Dressel) umgehend den Beschluss des schwarz-grünen Senats, durch den eine "Verschwendung von Steuergeld beendet" werde.
Beraterin beim Filmdreh über Scientology
Die Hamburger Aufklärungsstelle ist über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt. Das liegt zum einen daran, dass es die einzige dieser Art in den Ländern ist und zum anderen an ihrer Leiterin, der Sektenkennerin Ursula Caberta. Die 53-Jährige ist so etwas wie ein ewiger Stachel im Fleisch der intransparenten Glaubensgemeinschaft, sie beriet Aussteiger, schilderte deren Schicksale in der Öffentlichkeit und stritt sich mit der Organisation etliche Male vor Gerichten, mit wechselndem Ausgang.
Zuletzt wurde sie einem breiten Publikum bekannt, weil sie den SWR bei den Dreharbeiten zu einem Fernsehfilm über Scientology beriet. Die Dreharbeiten waren geheim gehalten worden, um das Projekt nicht zu gefährden.
Caberta, die sich zu der Maßnahme des Senats nicht äußerte, soll in der Innenbehörde weiter beschäftigt werden und ihre Aufklärungsarbeit fortsetzen. Auch die anderen Mitarbeiter würden nicht gekündigt, sagte ein Sprecher. Die Beratungstätigkeit der AG, die 17 Jahre existierte, endet aber Ende August und soll vom Verfassungsschutz übernommen werden, die Mietverträge für ihre Räume sind zum Jahresende gekündigt.
Offen ist, was dann mit dem Archiv der AG passiert. Man werde eine Lösung finden, hieß es zwar aus der Behörde, für Andreas Dressel von der SPD wird aber dadurch deutlich, "dass der Wissens- und Erfahrungsschatz gefährdet ist". Vollends absurd findet die Opposition den Beschluss vor dem Hintergrund, dass sich Ahlhaus vor kurzem erst an die Spitze jener Politiker gesetzt hat, die ein bundesweites Verbot von Scientology fordern.
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(SZ vom 18.08.2010/jab)
"Undercover" bei Paketzusteller GLS
Beamte und Angestellte im öffentlichen Dienst sind dazu verpflichtet, sich an die Werte des Grundgesetzes zu halten. Darunter fällt auch, dass es keine Diskriminierung wegen Religion und Weltanschauung geben darf. Frau Caberta hat allerdings mit ihrer Forderung nach einem Sektenfilter, mit dem Scientologen einzig und allein aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu Scientology wirtschaftlich und gesellschaftlich ausgegrenzt werden sollten, diese Vorgaben eindeutig verletzt. Sie hat deswegen auch vor Gericht verloren.
Wer sich so gegen grundlegende Werte unserer Verfassung stellt, ist m. E. kein Kandidat für große Lobhudeleien. Und eine Behörde, deren Chefin derart radikale Forderungen erhebt, verdient zurecht die Auflösung.
Caberta war immer schon suspekt - zu sehr hat sie sich auf den Kampf gegen Scientologen eingeschworen. Es gibt ein paar andere Anti-Sekten-Aufklärer, die sich mit ihr zusammen getan haben. Aber haben die wirklich etwas erreicht? Scientology gibt es nach wie vor in Deutschland und aus anderen Ländern hört man immer wieder, dass sie gar die Anerkennung als Religion erhalten haben. Ist Caberta evtl. auf der falschen Fährte?
Ich denke, sie hat nun genug gekämpft und sollte in den Ruhestand gehen.
Scientology is eine Geldmaschine eine Firma mit nur einer Aufgabe, Menschen zu brainwaschen und willig zu machen, sonnst nichts!
Wenn man einer diesen Typen gesprochen hat, hat man ein Gefühl wie nach einem essen mit einem schlechten Hamburger.......,
Diese Leute sind in der Tat fuer labiele Menschen und harmlose Leute sehr gefaehrlich. Das hat nichts mit der Person von Frau Caberta zu tun. Wer Buecher oder Berichte von Aussteigern liesst der weiss das. Nun es handelt sich hier um eine Geldvermehrungsmaschine die ihren Ursprung in den USA hat,waehre das nicht der Fall sie gaebe es hier in dieser Form nicht. Viele Politiker dort und nicht nur da halten schuetzent ihre Hand ueber diese Leute. Das hat viele Gruende,Wahlkampfkosten,in den USA muss das der Kandidat selber tragen und Machtgier,sind die Gruende. Nun da hier in Deutschland die meissten Maennlichen Spitzenkraefte abgingen,machte man sich den Fanatismuss der Frauen zu nutze. Auch ist interessant,wie schnell es in einigen Laendern mit der Steuerbeguenstigung ging,Spanien und die geschmeidigen Wiener waren schnell zu Diensten. Auch due ehemalige US Aussenministerin,Olbrigt hatte in Berlin vergebens fuer diese Sekte ( Steuerbeguenstigung ) interveniert,Fage warum wohl ?
was würde passieren, wenn man den verein verbietet? es gründet sich ein neuer verein und der macht weiter wie bisher.
Paging