Sie kennt sich in der internationalen Klimapolitik aus wie keiner ihrer Amtskollegen, doch diesmal irrt die Kanzlerin: Merkel hatte zum Auftakt der entscheidenden Phase bei der Klimakonferenz in Durban erklärt, von den Schwellenländern sei beim Klimaschutz einstweilen nichts zu erwarten. Doch nun geht plötzlich China in die Offensive. Auf dem Spiel steht ab jetzt nicht nur der Klimaschutz, sondern auch Merkels guter Ruf.
Unter den Staats- und Regierungschefs der großen Industriestaaten gibt es wohl niemanden, der sich mit internationaler Klimapolitik so auskennt wie Angela Merkel. Als Umweltministerin half sie Mitte der neunziger Jahre maßgeblich, das Kyoto-Protokoll auf den Weg zu bringen. Als Kanzlerin rang sie den acht größten Industrienationen in Heiligendamm erstmals ein Bekenntnis zum Klimaschutz ab. Doch diesmal irrt Merkel.
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Bundeskanzlerin Angela Merkel muss aufpassen, dass sie bei ihrer Einschätzung der Klimapolitik der Schwellenländer nicht von den Ereignissen überholt wird. (© AP)
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Just zum Auftakt der entscheidenden Phase bei der Klimakonferenz in Durban meldete sich Merkel per Videoblog zu Wort. Von den großen Schwellenländern sei beim Klimaschutz einstweilen nichts zu erwarten, warnte sie. Mithin sei auch eine Fortsetzung des Kyoto-Protokolls in Durban nicht zu erreichen.
So wenig Kampfesmut, von einer derart erfahrenen Verhandlerin, zu diesem Zeitpunkt? Das allein ist schon taktisch unklug. Denn auch in Durban leben die Verhandlungen davon, dass eben vieles möglich ist, wenn sich viele Staaten bewegen. Oder aber nichts, wenn Staaten wie Deutschland von vornherein aufgeben.
Gut möglich, dass die Ereignisse die Kanzlerin diesmal überholen. Denn erstmals geht nun das wichtigste aller Schwellenländer, China, in die Offensive. Peking will sich auf den Klimaschutz verpflichten, wenn die Europäer und andere das Kyoto-Protokoll fortsetzen. Die Europäer wiederum würden das tun, wenn Chinesen und andere sich auf Klimaschutz zu verpflichten bereit sind.
Plötzlich ist selbst ein Erfolg der Klimakonferenz nicht mehr ausgeschlossen, ungeachtet der Unkenrufe aus dem Kanzleramt. Dafür allerdings muss Merkel nun mitkämpfen. Auf dem Spiel steht ab jetzt nicht nur das Kyoto-Protokoll, sondern auch ihr guter Ruf.
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(SZ vom 06.12.2011/aho)
Documenta-Leiterin Carolyn Christov-Bakargiev
Kann es sein, daß da jemand schon längere Zeit nicht in China war?
Zum Thema:
Von der VRC-Regierung darf man außer schönen Worten nicht allzuviel erwarten. Klimaschutz läuft nur, wenn es der wirtschaftlichen Entwicklung nutzt.
"China hingegen macht bestenfalls Ankündigungen und versaut ansonsten die Erdatmosphäre und so ziemlich jeden anderen Teil der Umwelt."
Nee diese Fahradfahrer,trampeln bis das FCKW das sie dabei ausstoßen unsere " Erde" in ein Treibhaus verwandelt....
tolles Cliche, welches da gern vom deutschen Saubermann gepflegt wird. Deutsche Umwelttechnologie wie sie im Automobilbau verwendet wird, würde die Welt retten.
Parallel dazu verbaut und verwässert Deutschland europäische Ziele wie die Tempolimit und Verbrauchskennzeichnung. Senkt Förderung erneuerbarer Energien etc etc.
Hätten die Schwellenländer einen Prokopf-CO2-Ausstoß wie Deutschland ihn heute hat, wären wir vom Klimaziel weiter entfernt.
Unter den Staats- und Regierungschefs der großen Industriestaaten gibt es wohl niemanden, der sich mit internationaler Klimapolitik so auskennt wie Angela Merkel.
Da werden Uns auch schon mal Zwei Prozent Klimaerwärmung versprochen selbst wenn Sie die nicht verwirklichen kann als wäre Sie Gott...... Pfarrerstochter eben.
war da wieder der Redaktions-Azubi unterwegs.
China verspricht viel und selbst wenn die Europäer begeistert mitmachen, einer der größten Umweltverschmutzer (USA) machen nicht mit und Schwellenländer gibt es mehr, nicht nur die Chinesen.
Paging