Umsiedelung arabischer Beduinen Baum der Vertreibung

Awad Abu-Freih will sich niemals damit abfinden, dass der deutsche Wald seiner Familie ihr Land nimmt.

(Foto: Moises Saman)

In der Wüste Negev steht ein Wald, mit dem deutsche Stifter der Opfer des Holocaust gedenken. Ein Zeichen des Friedens - doch der israelische Staat nutzt solche Wälder auch, um arabische Beduinen zu verdrängen.

Von Michael Obert und Moises Saman, SZ-Magazin

Der deutsche Wald steht in der Wüste. Er ist grün, er spendet Schatten, er duftet. In den Kronen seiner Bäume nisten Vögel, seine Wurzeln halten den Boden fest. Der deutsche Wald bietet der Wüste Negev die Stirn, im Süden von Israel.

Der Wald erhebt sich auf einem Hügel, hoch über trockenen Ebenen, eine halbe Million Johannisbrotbäume, Pistazien und Kiefern - und mittendrin stehen im Halbkreis steinerne Säulen mit den Wappen der deutschen Bundesländer. "Zum Gedenken an die von den ...