Er ist für viele Genossen ein rotes Tuch - trotzdem hat die Berliner SPD nun beschlossen, dass Ex-Finanzsenator Sarrazin in der Partei bleiben darf.
Der für seine provokanten Äußerungen berüchtigte Bundesbanker und frühere Berliner Finanzsenator Thilo Sarrazin darf in der SPD bleiben. Die Landes-Schiedskommission der Berliner SPD lehnte einen Ausschluss des langjährigen Parteimitglieds ab, wie die SPD mitteilte. Ein Kreis- und ein Ortsverband hatten ein Parteiordnungsverfahren gegen Sarrazin auf den Weg gebracht.
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Thilo Sarrazin darf in der SDP bleiben. (© Foto: AP)
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Sarrazin habe sich nicht rassistisch geäußert und auch nicht gegen die Parteisatzung verstoßen, heißt es in der Begründung. Solche Wortmeldungen seien zwar sicherlich problematisch, aber: "Die Volkspartei SPD muss solche provokanten Äußerungen aushalten."
Ermahnung zur Zrückhaltung
Allerdings ermahnte die Schiedskommission Sarrazin zur Zurückhaltung. Wer von der "Produktion von Kopftuchmädchen" spreche, entferne sich vom humanen und emanzipatorischen Menschenbild der SPD. Sarrazin müsse sich bewusst sein, dass er "keinen Freifahrtschein für alle künftigen Provokationen erhält".
Ein SPD-Kreisverband hatte Sarrazin rassistische und diffamierende Äußerungen über Araber und Türken vorgeworfen. Er hatte wiederholt mit Äußerungen zur Integration scharfe Debatten ausgelöst. So hatte er in einem Interview im vergangenen Jahr türkischen und arabischen Einwanderern in Berlin vorgeworfen, sie seien "weder integrationswillig noch integrationsfähig". Sie hätten "keine produktive Funktion, außer für den Obst- und Gemüsehandel" und produzierten "ständig neue kleine Kopftuchmädchen".
Die Bundesbank hatte Sarrazin daraufhin im Oktober die Zuständigkeit für den wichtigen Geschäftsbereich Bargeld im Vorstand abgenommen. Die Berliner SPD-Kreisschiedskommission hatte Sarrazin vom Vorwurf der Parteischädigung freigesprochen. Dagegen hatten der SPD-Kreisverband Spandau und der Ortsverein Alt-Pankow Berufung eingelegt, über die jetzt die Landesschiedskommission befinden musste.
Sarrazin sagte der Berliner Morgenpost, er werde selbstverständlich in der SPD bleiben, der er seit 1973 angehöre. Seine Gegner von der Parteilinken müssten prüfen, ob sie noch die Interessen einer Volkspartei vertreten wollen, die den Anspruch habe, die Lebenslagen einer Mehrheit der Menschen widerzuspiegeln.
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(sueddeutsche.de/AFP/Reuters/aho)
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müssen wir diesen Menschen noch ertragen? Wann beginnt er endlich seinen Selbstversuch: "mit Hartz IV in Würde leben"?
Wann schmeißt man ihn aus allen Ämtern und streicht ihm alle Pensionen und Tantiemen?
SPD! So bleibst du dem Untergang geweiht!
Warum muss die SPD Sarrazin aushalten? Wer in sehr trüben Gewässern fischen will, braucht einen Sarrazin. Das ist nicht zum Aushalten!
nahe, das sich die SPD ihr eigenes Zotentierchen halten muss, um nicht bei den hohen Westerwellen komplett unter zu gehen. Wie soll sonst die Medienpräsenz der geschundenen und alten Sozialdemokratie aufrecht erhalten werden, wenn nicht wenigstens zwischen den polemischen Feuerpausen aus dem Klientel-Lager auch mal ein schräger Ton von Mitte-Links kommt...
Der Stammtisch wetzt die Messer, BamS freut sich auf Schlagzeilen, Ackermann kassiert, Sarrazin dreht die Heizung wieder auf und Schumi wird Sechster. Ich glaub ich geh auf kalten Nachrichtenentzug.
Die Aufregung ist umsonst: Sarrazin ist lediglich das Grabgedeck der SPD. Wählen würde die ob mit oder ohne Sarrazin keiner mehr der noch ein bisschen Hirn hat.
Ich bin im moment auf der Suche nach einem Urlaubsziel, und da sie anscheinend schon da sind: Wie ist es so in der Irrelaität? :-)
"ok, das mit dem "produzieren" von Kopftuchmädchen war unglücklich formuliert, aber vom Inhalt her absolut richtig (oder wer will die dann bitte später verschleiert einstellen?)"
Ernstgemeinte Frage, ich erwarte eine Antwort: Wann haben sie das letze mal mit einem türkischen Mitbürger gesprochen?
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