Syrien Regierungstruppen weiten Luftangriffe aus

Die Gewalt in Syrien geht weiter: Die Regierungstruppen von Präsident Assad haben ihre Luftangriffe ausgeweitet und dabei bei Damaskus mindestens 23 Menschen getötet. Weitere Todesopfer gab es in Duma und Maaret al Numan.

Syrische Regierungstruppen haben am Dienstag nach Angaben von Aktivisten in einem Vorort der Hauptstadt Damaskus mindestens 23 Menschen getötet. Bei einem Luftangriff in Duma seien weitere 18 Zivilisten ums Leben gekommen, berichtete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in Großbritannien. Zudem seien bei Gefechten mit Regierungssoldaten fünf Rebellenkämpfer getötet worden. Da die Aufständischen im Kampf gegen die Streitkräfte des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad zuletzt immer mehr an Boden gewannen, haben die Regierungstruppen ihre Luftangriffe ausgeweitet.

Außerdem haben sie nach Angaben von Aktivisten einen Versuch zur Rückeroberung der von Rebellen gehaltenen Stadt Maaret al Numan unternommen. Die Luftwaffe habe mit Bombardements den Angriff der Bodentruppen auf die Stadt unterstützt. Nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle kamen dabei vier Menschen ums Leben, unter ihnen drei junge Mädchen.

Lokale Aktivistengruppen berichteten von 19 Toten nach den Kämpfen. Maaret al Numan liegt an der Hauptverbindungsstraße zwischen der Hauptstadt Damaskus und Aleppo. Anfang des Monats hatten Rebellen das Gebiet und die Stadt südlich von Aleppo erobert. Damit gelang es ihnen, den Weg für Nachschub und Verstärkungen für die Regierungstruppen in Aleppo zu unterbrechen. Dort stecken die Truppen von Präsident Baschar al-Assad in einem blutigen Kampf um die Kontrolle der Stadt fest.

Bereits am Montag war Maaret al Numan während der gescheiterten Waffenruhe bombardiert worden. Nach Auskunft des Chefs der Beobachtungsstelle kämpften Rebellen und Regierungstruppen am südlichen Stadtrand gegeneinander. Das Regime wolle die strategisch wichtige Stadt zurückerobern.

Unterdessen meldete das staatliche Fernsehen, dass General Abdullah al-Chalidi von Terroristen getötet worden sei. Zu dem Attentat bekannte sich eine Brigade der Regimegegner aus dem Damaszener Stadtteil Rukn al-Din.