Die Theologin Uta Ranke-Heinemann ist empört über das "Gebärmaschinen"-Gerede von Bischof Mixa. Die Frauenunterdrückung der katholischen Kirche hat für sie System.
sueddeutsche.de: Bischof Mixa hat der Familienministerin vorgeworfen, sie betreibe eine Politik, die Frauen zu "Gebärmaschinen" mache. Wie kommt das bei Ihnen als Katholikin, Theologin und Mutter zweier Kinder an?
Geht hart mit Bischof Walter Mixa ins Gericht: Uta Ranke-Heinemann (© Foto: dpa)
Anzeige
Uta Ranke-Heinemann: Das kommt ganz schlecht an. Ist mir aber nicht neu. Denn es ist die katholische Kirche, die seit fast 2000 Jahren die Frauen zu Gebärmaschinen abgestempelt hat. Hier der Hauptlehrer: Augustinus (+ 430) sagt: "Wenn die Frau nicht zur Hilfe des Kindergebärens dem Mann gegeben ist, zu welcher Hilfe dann? Zu allem anderen ist doch der Mann dem Mann eine bessere Hilfe. Wie viel angenehmer ist es, wenn zwei Freunde zusammen wohnen, als wenn Mann und Frau beieinander wohnen".
sueddeutsche.de: Warum tut Mixa das, können Sie sich seine Verbal-Attacke erklären?
Ranke-Heinemann: Seine persönlichen Motive interessieren mich nicht.
sueddeutsche.de: Bislang schweigen die deutschen Bischöfe zu Mixas Äußerungen. Spiegelt er eine Einzel- oder Mehrheitsmeinung wieder?
Ranke-Heinemann: Er spricht die Meinung aller Bischöfe und Päpste aus, er sagt es nur verletzender. Die Bischöfe haben sich derartig an die Unterdrückung der Frauen gewöhnt, dass sie in ihrer Unbildung was die Kulturgeschichte anbelangt sogar der Meinung sind, das Christentum sei eine Befreiung der Frau gewesen. Aber, wenn immer eine Befreiung der Frau geschah, dann bestimmt nicht dank der Kirche, sondern trotz der Kirche und schon gar nicht in der Kirche.
sueddeutsche.de: Welche Auswirkungen haben Mixas Vorwürfe auf katholische Gläubige?
Ranke-Heinemann: 2000 Jahre Frauengeringschätzung haben in den Gehirnen vieler katholischer Frauen derartige Schäden hinterlassen, dass sie selbst oft die eifrigsten Vertreter ihrer eigenen Unterdrückung sind.
sueddeutsche.de: Was wäre eine angemessene Reaktion der deutschen Bischofskonferenz?
Ranke-Heinemann: Die gibt es nicht. Denn die Bischöfe haben sich infolge ihres pseudotheologischen Hirngespinstes, des Zölibats, ihren Blick für die reale Welt von Männern und Frauen total vernebelt. Für sie sind Frauen nur zur Fortpflanzung ihrer Männerkirche nötig.
Die Bischöfe leben in einem monosexuellen, frauengeschützten Junggesellenreservat, in das nur die Jungfrau Maria noch Zutritt hat. Denn "Maria ist", wie Kardinal Tarcisio Bertone, der neue Staatssekretär von Papst Benedikt, am 13. 9. 2006 im TV-Sender Telepace sagte, "fruchtbar und doch rein".
Uta Ranke-Heinemann, geboren 1927, war Studienkollegin von Joseph Ratzinger und später Theologie-Professorin. Ihr Buch "Eunuchen für das Himmelreich. Katholische Kirche und Sexualität" (24. Auflage 2004, Heyne) wurde zum Bestseller. Ranke -Heinemann ist die Tochter des früheren Bundespräsidenten Gustav Heinemann.
(sueddeutsche.de)
UN-Tourismusorganisation
als indonesier in jakarta, ist die verkrüstung und einseitigkeit der lehre und ihre dogmen der kath.kirche völlig unverständlich.
die deutschen waren mal das vold der dichter und denker, und können noch immer nicht das märchen von adam und eva und alles was danach kommt, nicht bereinigen.
es ist alles so klar ungereimt, mal sprechen die priester im namen gottes, mal zitieren die ganze paragraphen aus der bibel...........
eine klare frage : heute stand im guardian das jedes jahr in indien eine mio babys,mädchen, verschwinden weil eben diese drüben absolut keinen wert haben.
die kath.kirche betrachtet nun diese 1 mio als kinder gottes oder nicht, und wieso denn spricht der papst kein wort über diese konstante GENOCIDE, schlimmer als die HOLOCAUST weil dies wohl seit 40 jahre statfindet, 40 mio seelchen......
also , wie ist es denn mit diesen gebärmaschinerie am ganges....?
santo,jakarta 28feb.
Liebe Wally,
das wäre ja auch sehr gewagt sich auf wildfremde Kerle zu verlassen!
Die Sache ist eigentlich ganz einfach - Kinder und Sozialhilfe oder keine Kinder und eigenes Einkommen, eigene Karriere.
Auf die Herren, die bisher in diesem Forum ihre Meinung abgegeben habe, möchte ich als Frau mich nicht verlassen müssen, wenn es um Versorgung und Unterhalt für eine Familie geht. Auch Männer lassen sich scheiden, werden krank und sterben, und solange ich als Frau keine Möglichkeit einer sicheren Kinderbetreuung und damit Aussicht auf eine gesicherte eigene erfolgreiche Berufstätigkeit und finanzielle Unabhängigkeit habe, lassen wir die Kinder lieber sein.
was eigentlich so falsch ist an der Meinung des hl. Augustinus.
Ob Gott oder die Natur sich was dabei gedacht haben, als er/sie zwei unterschiedliche Geschlechter schuf? Warum sollte eigentlich nicht die naturgegeben Aufgabe der Frau sein, Kinder zu gebären?
Und zu was ist Frau eine bessere Hilfe?
Selbst einer Theologie-Professorin sollte bekannt sein, dass der Mensch nicht von Gottes Wort allein lebt, sondern auch vom Brot (5. Mose 8,3).
Und wer, liebe Frau Professorin, backt das Brot, der Bäcker oder die Bäckerin?
Wobei wir in unserer Wohlstandsgesellschaft noch ganz anderen Anforderungen an das Leben stellen als nur das Brot. Wir legen schon Wert auf eine komfortable Wohnung, Fernseher, Auto, Computer usw.
Frau Professorin, wer hat ihr Haus gebaut, der Maurer oder die Maurerin?
Wer hat den Dachstuhl gezimmert, der Zimmermann oder die Zimmerfrau?
Wer hat das Dach gedeckt, der Dachdecker oder die Dachdeckerin?
Wer konstruiert/entwickelt und baut Autos, Fernseher, Computer, ...?
Wenn Frauen nicht zum Kindergebären da sind, würden wir von der Theologie-Professorinn erfahren wollen, wer sonst Kinder gebiert. Und wir würden auch gern erfahren wozu Frauen sonst da sind, wenn nicht zum Kindergebären.
Zum Arbeiten (wie oben gezeigt) jedenfalls nicht.
Also, liebe Frau Prof., wozu sind Frauen auf der Welt?
Es ist leicht, andere als fundamentalistische Reaktionäre oder reaktionäre Fundamentalisten zu schelten. Nur wenn nach den Alternativen gefragt wird, sind die Progressiven merkwürdig wortkarg und deren Ausführungen so wolkig unkonkret und vor Ideologie triefend, dass allein die Klarheit der Worte von Mixa und Augustinus schon wieder was sympathisches an sich haben.
Ich kann dem Bischof nur beipflichten. Daß das weggeben von Kleinkindern nicht das richtige ist, hätte man aus Erfahrungen der DDR lernen sollen. Außerdem haben wir 4 Mio. Arbeitslose und die Politik müßte froh sein um jede Mutter die zu Hause bei Ihren Kindern bleibt (bis 3 Jahre) Die ersten Lebensjahre sind die wichtigsten für ein Kind mit einer festen Bezugsperson (Mutter) wer sollte die ersetzen können????
Aber wenn die Kinder in den Kindergarten kommen sollte man Ihnen auch was beibringen z.B. eine Fremdsprache, die hier spielerisch gelernt werden kann. Aber ind diesen Punkt schläft Deutschland noch. Ich lebe in der Rep. Dom. da ist es möglich den Kindern ab 3 Jahren 2 Fremdsprachen zu lernen, was den Kindern auch gefällt
Paging