Der Volksverhetzungsprozess gegen den holländischen Populisten und erklärten Islamfeind Geert Wilders ist endlich zu Ende. Es ist ein bedauernswertes Ende: Der Freispruch sendet ein falsches Signal.
Wer den Koran als "faschistisches Buch" bezeichnet und ihn mit Hitlers "Mein Kampf" vergleicht, wer sagt, sein Land schlage gerade eine "Schlacht" gegen den Islam, "und wir müssen uns verteidigen" - der sät sehr wohl Hass, nicht nur gegen eine Religion, sondern auch gegen diejenigen, die ihr angehören. Es hätte also durchaus Gründe gegeben, den Mann zu verurteilen. Der Freispruch sendet ein falsches Signal.
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Prozess bot Wilders weitere Bühne
Die Richter glaubten Wilders, gegen Muslime an sich habe er doch gar nichts. Auch seien seine Äußerungen im Zusammenhang mit dem Streit um die richtige Einwanderungspolitik gefallen und deshalb gerade noch tolerabel. Aber die Freiheit der Meinungsäußerung gilt nicht absolut, sie hat Grenzen, wo Grundrechte bedroht sind, wo etwa die Glaubensfreiheit in Gefahr ist.
Doch egal wie dieser Prozess nun ausgegangen ist: Er hätte wohl besser gar nicht erst geführt werden sollen, denn er hat Wilders nur eine weitere Bühne geboten für dessen Kreuzzug gegen den Islam. Wirksam bekämpfen lässt sich einer wie er nur politisch, etwa indem die anderen Parteien zusammenstehen und deutlich kundtun, dass sich Wilders mit vielen seiner Äußerungen und Forderungen außerhalb des demokratischen Konsens' bewegt. Doch diesen Kampf hat die niederländische Politik schon verloren. Die Mitte-rechts-Regierung hat sich abhängig gemacht von seiner Duldung. Wohin das führt, zeigen die Pläne zur Verschärfung der Integrationspolitik, die in der vergangenen Woche vorgestellt wurden: Sie tragen Wilders' Handschrift.
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(SZ vom 24.06.2011/grc)
"Undercover" bei Paketzusteller GLS
@braendlexyz
"die Gottessohnschaft Jesu Christi...", ist die aus Ihrer Sicht etwa ein Faktum? Welche Aspekte würden diese unterstreichen?
Falls Sie die Bibel gelesen haben, so wissen Sie dass man deren Wortlaut auch radikal auslegen kann. Zum Glück kann man damit aber im Abendland durch die Säkularisierung keinen Blumentopf mehr gewinnen.
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...Ihren letzten Satz (Freiheit im Glauben)
haben am 19. Mai 2011 in Bad Homburg v. d. Höhe in der Erklärung zum Selbstverständnis von Religionsgemeinschaften in einer säkularisierten Gesellschaft die leitenden Geistlichen der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau und der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, die Vorsitzenden der Islamischen Religionsgemeinschaft Hessen e.V., der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion Deutschland e.V. und der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion Hessen e.V.,
des Verbandes der Islamischen Kulturzentren e.V. und des Bildungs- und Kulturvereins Frankfurt e.V.
anlässlich des Tages des Dialoges bei der Herbert Quandt-Stiftung
sogar so unterschrieben. Nachzulesen bei islam.de
Es ist schon sehr bedenklich wenn Zeitungskommentatoren vermeintlich liberaler Blätter das Recht auf freie Meinungsäußerung nicht nur nicht verteidigen, sondern geradezu heruntermachen. Religionen - und damit natürlich auch ihre Protagonisten - zu kritisieren, zu demaskieren und zu verspotten, gerade das war ein wesentliches Motiv der Aufklärung und des Kampfes um Meinungs- und Redefreiheit. Natürlich kann sich dann jemand, der gar nicht individuell angesprochen war, beleidigt fühlen. Aber dadurch ist sein Recht auf freie Religionsausübung nicht beeinträchtigt. Wer einem christlichen Glauben anhängt, muss es hinnehmen, dass Agnostiker und Atheisten das für Aberglauben halten und dies auch aussprechen. Für Muslime kann nichts anderes gelten.
läuft doch alles falsch, seine Wegweisungen finden immer weniger Leser und die Gerichte außerhalb Deutschlands verweigern sich seinen Anordnungen.Da bleibt doch nur den Kampf anfeuern oder resignieren auf Mallorca.
Paging