Rechtsextremer Pogrom 1992Die furchtbaren Tage von Rostock-Lichtenhagen

Im August 1992 attackierten Neonazis und Anwohner ein Haus, in dem Ausländer wohnten - der Staat zeigte sich hilflos. Fotos eines Pogroms, der fast zur Katastrophe führte.

Rostock-Lichtenhagen – Tage der Schande

Die Ereignisse von Rostock-Lichtenhagen gehören zu den schlimmsten ausländerfeindlichen Übergriffen in der Bundesrepublik. Neonazis und Anwohner belagerten und attackierten 1992 ein Haus, das von Asylbewerbern und Gastarbeitern bewohnt wurde. Polizei und Politik waren mit der Situation völlig überfordert.

Die Bilder gingen um die Welt: Im August 1992 griffen Neonazis und Anwohner im Rostocker Stadtteil Lichtenhagen ein Asylbewerberheim sowie eine Unterkunft für Gastarbeiter an. Die fremdenfeindlichen Ausschreitungen dauerten vier Tage an und beschädigten nicht nur das Ansehen der gerade wiedervereinigten Bundesrepublik im Ausland. Wieso konnte die Situation damals so eskalieren? Ein Rückblick.

Bild: picture alliance / ASSOCIATED PR 22. August 2017, 14:162017-08-22 14:16:30 © sueddeutsche.de/jum/joku/gal/odg