Weniger Arbeiten, hohe Vermögensteuer, keine Privatbanken - der Programmentwurf der Linkspartei tritt für revolutionäre Veränderungen ein.
Revolution ist ein großes Wort. Im Entwurf für ein Grundsatzprogramm der Linkspartei kommt es eher beiläufig daher - als Adjektiv. Die Linke kämpfe in einem "großen transformatorischen Prozess gesellschaftlicher Umgestaltung für den demokratischen Sozialismus des 21. Jahrhunderts", heißt es da auf Seite 18. "Dieser Prozess wird von vielen kleinen und großen Reformschritten, von Brüchen und Umwälzungen mit revolutionärer Tiefe gekennzeichnet sein." Die verklausulierte Formulierung ist nicht untypisch für einen Text, der die Linkspartei als radikale Alternative empfehlen, die Menschen aber auch nicht verschrecken soll.
Am Samstag wird der scheidende Vorsitzende der Linkspartei Oskar Lafontaine noch einmal vor die Presse treten. Der Entwurf des neuen Grundsatzprogramms ist fertig. (© Foto: ddp)
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An diesem Samstag treten die scheidenden Linkspartei-Vorsitzenden Oskar Lafontaine und Lothar Bisky noch einmal gemeinsam vor die Presse, um den Entwurf zu präsentieren, welcher der Süddeutschen Zeitung vorliegt. Es soll dann im Berliner Karl-Liebknecht-Haus nach Monaten kleinlicher Personalquerelen wieder um das große Ganze gehen.
Frei nach Rosa Luxemburg stellen die Autoren die Frage: "Sozialismus oder Barbarei?" Der Entwurf, zustande gekommen in schwierigen Verhandlungen einer Programmkommission unter Leitung Lafontaines und Biskys, verlangt folglich nicht weniger als ein anderes Wirtschaftssystem, eine andere Gesellschaft und eine anderes Verständnis von Demokratie.
Unmissverständlich heißt es: "Die Linke kämpft für eine Veränderung der Eigentumsverhältnisse." Eine "radikale Erneuerung der Demokratie" soll dafür sorgen, dass die Wirtschaft "den Menschen und nicht dem Profit" dient. So wird in dem Entwurf die Vision einer Wirtschaftsordnung entwickelt, in der es zwar auch Privatunternehmen gibt, die aber kaum noch etwas zu tun hätte mit der freien Marktwirtschaft dieser Tage.
Keinen Platz gäbe es mehr für große, private Konzerne. "Solange die Entscheidungen großer Unternehmen sich an den Renditewünschen privater Anteilseigner (Shareholder) statt am Interesse der Allgemeinheit orientieren, ist Politik erpressbar und Demokratie wird ausgehöhlt", postuliert der Entwurf.
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Wenn die Linke dieses Programm 1:1 in Deutschland umsetzt, dann gehn hier die Lichter aber aus!
Keine Private Bank, kein privates Großunternehmen und keine Aktiengesellschaft wird sich an den Roten die Finger dreckig machen... Da werden dann ganz schnell alle Geldhähne für Deuschland abgedreht werden... Wenn das Volk sowas wählt, wird es ruckzuck vom Ausländischen Kapital wort wörtlich ausgehungert werden!!
Geht ja gar nicht... zum Wohle der Massen... *kopschüttel*
Das was sie schreiben ist Unsinn. "die enormen Gewinne der Börse in die reale Wirtschaft zu integrieren". Die Finanzmärkte erwirtschaften niemals einen Gewinn. 2005 standen 140 Billionen Dollar Finanzmarkt 44,5 Billionen Dollar reale Wirtschaft gegenüber. Es gibt keinerlei Gewinn bei 9% Rendite auf ein wasauchimmer wenn dieser kein Abbild in der realen Wirtschaft hat.
Der Rest ist lediglich Zockerei.
Man sieht, dass sie die Lehren aus dem New-Economy Crash in keinster Weise begriffen haben.
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""1. Würde die Großwirtschaft Milliarden dafür aufbringen, um mit Propaganda den Wählern Angst zu machen und diese damit in ihre Parteien CDU/CSU und FDP zu treiben.""
Das passiert doch schon seit längerer Zeit, schauen sie sich doch mal die Arbeit der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft) an, die von den Arbeitgebern finanziert wird.
Wieso hat es ihnen nicht vor den Parteien mit Köpfen aus den 30-40er Jahren des letzten Jahrhunderts (organisierter Massenmord) gegraut? Der BND hat jetzt Material freigegeben wie damals Vertreter dieser Zeit beschäftigt wurden...
Paging