Obamas Nahost-Strategie Israels Vize-Außenminister wünscht sich Gipfel mit Netanjahu und Abbas

Ein Dreier-Treffen mit Netanjahu und Abbas während der Nahost-Stipvisite im Frühjahr. So könnte Barack Obamas Neustart im Nahen Osten zur zweiten Amtszeit aussehen. Israels Außenminister Ajalon hält damit auch wieder offizielle Friedensgespräche für möglich.

US-Präsident Barack Obama will sich möglicherweise bei seiner angekündigten Nahostreise mit Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu und dem Palästinenserführer Mahmud Abbas treffen. Das berichtet die Zeitung Times of Israel, die sich auf Aussagen von Israels Vize-Außenminister Danny Ajalon beruft. Obama werde Israel nicht besuchen, wenn ein Dreiergipfel nicht absehbar sei, vermutet Ajalon.

Dabei könnte es sich demnach um die Wiederaufnahme der im Jahr 2010 abgebrochenen Friedensgespräche zwischen Israelis und Palästinensern handeln. Allerdings knüpft Abbas erneute Gespräche an Bedingungen, wie einen Siedlungsstopp, die Anerkennung der Grenzen von 1967 und die Freilassung palästinensischer Häftlinge. Netanjahu lehnt diese Forderungen bislang ab.

Obama wird neben Israel auch das Westjordanland und Jordanien besuchen. Das Weiße Haus nannte zunächst keinen konkreten Termin für seine Nahost-Reise. In amerikanischen und israelischen Medien wurde aber der 20. März genannt.

Bei der Reise soll es unter anderem um Irans Atomprogramm, den Bürgerkrieg in Syrien und die Auffrischung der Beziehungen zwischen Washington und Jerusalem gehen. Obamas Reise schließt sich an den Besuch des neuen US-Außenministers John Kerry im Nahen Osten an. Kerry plant, im Februar nach Israel und in die Palästinensergebiete zu reisen.