Nigeria Boko Haram tötet fast 100 Menschen bei Angriffen auf Moscheen

  • Boko Haram tötet in der Stadt Kukawa 97 Menschen, die sich zum Gebet versammelt hatten.
  • Bei Attacken zuvor auf mehrere Dörfer starben mindestens 48 Männer.

Angriffe auf Moscheen

Die Terrororganisation Boko Haram hat bei Angriffen auf Moscheen im Nordosten Nigerias 97 Menschen getötet. Die Angreifer hätten am Mittwochabend mehrere Gotteshäuser in der Stadt Kukawa attackiert, als sich die Gläubigen im Fastenmonat Ramadan vor dem Fastenbrechen zum Gebet versammelten, sagte ein Regierungsbeamter. Die meisten Opfer seien Männer.

Bei einem anderen Angriff seien bereits am Dienstag 48 Männer ermordet worden, so der Politiker Mohammed Tahir. "Die Täter haben alle Männer in dem Dorf zusammengetrieben und erschossen." Rund ein Dutzend Verletzte würden in einem Krankenhaus behandelt. Tahir sagte, solche Angriffe seien möglich, weil in diesen Regionen kaum Militär stationiert sei.

Boko Haram terrorisiert vor allem den Nordosten Nigerias, wo die Gruppe große Gebiete kontrollierte und seit 2009 mehr als 13 000 Menschen getötet und 1,5 Millionen weitere in die Flucht getrieben hat. Nach dem Amtsantritt des neuen Präsidenten Muhammadu Buhari wurden sie von einer multinationalen Streitmacht aus vielen Gegenden vertrieben.

Boko Haram hat sich mit der Terrormiliz Islamischer Staat verbündet, die angekündigt hatte, während des Fastenmonats besonders viele Menschen umbringen zu wollen.

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