Bei der Landtagswahl 2009 wurden in einem Husumer Wahlbezirk nur neun Stimmen für die Linke gezählt. Bei der Nachzählung waren es viel mehr - das könnte die Regierung in Not bringen.
Vier Monate nach der Landtagswahl in Schleswig-Holstein ist eine Machtverschiebung im Kieler Parlament wahrscheinlich. Bei der Neuauszählung der Stimmzettel in einem Husumer Wahlbezirk am Freitag in Kiel stellte der Landeswahlausschuss offenbar deutlich mehr Stimmen für die Linke fest.
Nachzählung der Husumer Landtagswahlergebnisse im Wahlbezirk 003. (© Foto: dpa)
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Statt auf die ursprünglichen neun Zweitstimmen im Wahlbezirk 003 kamen die Prüfer in einer ersten Nachzählung jetzt angeblich auf mindestens 32 Kreuze für die Linke. Nun wollen sie ein zweites Mal nachzählen. Erst danach will die Landeswahlleiterin mitteilen, ob das neue Ergebnis zu einer Änderung der Sitzverteilung im Landtag führen wird.
Vergangene Woche hatte der Innenausschuss des Landtages entschieden, dass das Ergebnis des Wahlkreises Husum-Eiderstedt kontrolliert werden müsse. Es sei nicht ausgeschlossen, dass dort ein Auszählungsfehler unterlaufen sei.
Die Linke begründete den Antrag auf Nachzählung der Stimmzettel mit einem auffälligen Unterschied zwischen dem Wählervotum bei der Landtags- und der parallel abgehaltenen Bundestagswahl. Bei der Bundestagswahl bekam die Linke in dem Husumer Wahlbezirk 47 Zweitstimmen, bei der Landtagswahl nur neun. Der Linken fehlten im September landesweit aber nur vier Stimmen für einen weiteren Sitz im Landtag.
Falls der Linkspartei als Folge der Neuzählung tatsächlich ein weiteres Mandat zugesprochen wird, müsste die FDP möglicherweise einen Parlamentssitz abgeben. Damit würde die schwarz-gelbe Koalition von Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (CDU) nur noch eine Mehrheit von einer Stimme im Parlament haben.
Schon die aktuelle Sitzverteilung im Kieler Landtag ist umstritten. Grüne und Südschleswigscher Wählerverband (SSW) haben Klage beim Landesverfassungsgericht eingereicht, weil sich das Zweistimmenergebnis nicht in der Sitzverteilung widerspiegele.
Offiziell hat der Ausschuss das Ergebnis bisher nicht bekanntgegeben. Erst am Nachmittag will Landeswahlleiterin Manuela Söller-Winkler das Resultat und die sich daraus ergebenden Konsequenzen bekannt geben.
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(sueddeutsche.de/APN/dpa/bavo/plin)
Obama zeichnet Bob Dylan aus
"Wie man meinen Beitrag von 16:03:25 mit rot bewerten kann, wird mir wohl ewig ein Rätsel bleiben."
Man schaut, von wem das posting ist und dann drueckt man (in Ihrem Falle) auf "schlecht" - da spart man das Lesen und vor allem das Denken.
Mein erster Kommentar, in dem ich die Sache als unwichtig bezeichnet habe, war unbedacht und vorschnell.
Ich akzeptiere die schlechte Bewertung und entschuldige mich bei allen, die den Vorgang zu Recht inhaltlich kommentieren.
So geht es mir auch bei vielen Artikeln, wahrscheinlich macht Pira alles ROT....
Wie man meinen Beitrag von 16:03:25 mit rot bewerten kann, wird mir wohl ewig ein Rätsel bleiben.
@bringtheheat: Die Arbeit wird überhaupt nicht bezahlt. Man bekommt lediglich eine Aufwandentschädigung von 30 und das für einen ganzen Tag.Das Auszählen ist das Anstrengenste von allem und erfordert eine hohe Konzentration. Ich war einige Male Wahlhelferin und habe einmal erlebt, dass es ein nicht vollkommen übereinstimmendes Ergebnis gab. Es handelte sich um eine einzige Stimme. Da musste alles noch einmal von vorn ausgezählt werden. Umso unverständlicher sind die Vorkommnisee in SH. Das sieht doch sehr nach Manipulation und Zusammenhalt der "Richtigen" aus. - Ich stand übrigens nicht mehr für dieses Ehrenamt zur Verfügung, nachdem ich miterleben musste, wie der Faulste von allen, der, der immer die Arbeit an die anderen delegierte und selbst kaum was tat, in einer Tour unbeschadet über "Die Herta" ablästerte (Däubler-Gmelin, die übrigens wegen unbewiesener Behauptungen zurrücktrat). Ein CDUler übrigens.
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