Mag die Regierung sich so unbesorgt geben wie 1986 - das Volk und selbst die Boulevardzeitungen (die nach Tschernobyl einer wohldosierten Verstrahlung noch "aphrodisiakische Wirkung" zusprachen) sind es nicht mehr. Die Zeitung Aksam nannte die Einkaufspläne der Regierung eine "Atomkatastrophe auf Bestellung", der Fanclub des Fußballvereins Besiktas enthüllte beim Spiel am Sonntag ein großes Plakat "für eine atomkraftfreie Türkei".
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Der Nuklearingenieur Tolga Yarman nannte Minister Yildiz "hoffnungslos ignorant"; Cengiz Göktas, der Vorsitzende der Türkischen Ingenieurskammer, attackierte Premier Erdogans Sprüche als "verantwortungslos und fern von aller Wissenschaft". Güven Eken, Vorsitzender des Naturschutzbundes Doga Dernegi, kündigte Demonstrationen an. "Welche Ironie", sagte er, "dass die Türkei ausgerechnet mit Russland und mit Japan verhandelt, den Heimatländern der beiden größten Katastrophen in der Geschichte der Atomkraft."
Pfuschbauten im Erdbebengebiet
Die Kritiker eint eine Sorge: Wie Japan wird die Türkei regelmäßig von Erdbeben heimgesucht, das Land liegt über aneinanderstoßenden Kontinentalplatten. Akkuyu, wo das russische AKW hin soll, liegt keine 30 Kilometer von der Ecemis-Verwerfung entfernt. "Unsere Warnungen, dass man in eine solche Gegend kein AKW bauen darf, wurden ignoriert", erklärt die Kammer der Elektroingenieure. Die Regierung verteidigt die Pläne mit dem Energiehunger der boomenden Wirtschaft; Kritiker beklagen die Vergabe der Kraftwerksbauten ohne jede Ausschreibung ebenso wie das Genehmigungsverfahren, das ohne ausreichende Studien der Gefahren erfolgt sei.
Erst im Jahr 1999 erlebte die Türkei ein Erdbeben, bei dem 17.000 Menschen starben, viele begraben unter den Pfuschbauten korrupter Baufirmen. Ein eben veröffentlichter Bericht darüber, wie das Land und die Stadt Istanbul auf das nächste Erdbeben vorbereitet sind, liest sich ernüchternd. Der Bericht des türkischen Parlaments macht folgende Schwächen aus: Selbst bei Großprojekten werden Gefahren nicht mit eingeplant. Industrieanlagen sind nicht sicher. Gefahrstoffe werden ohne Schutz gelagert. Es gibt keine klare Verteilung der Verantwortung beim Katastrophenschutz. Es gibt nicht einmal Koordination zwischen staatlichen Stellen.
Ein Atomkraftwerk ist so gefährlich wie eine Gasflasche? "Die Worte Erdogans werden in die Geschichte eingehen", sagt der Ingenieurskammer-Vorstand Cengiz Göktas. Der Premier sagt: "Alles Schöne im Leben bringt ein paar Probleme mit sich."
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(SZ vom 17.03.2011/mob)
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wie wäre wohl berichtet worden, wenn die deutschen bauer die auschreibung gekriegt hätten?
das sie sie nicht gekriegt haben, weil die deutschen akw's nicht sicher sind, ist erstmal zweitrangig
Nicht, daß Sie mich als Anhänger dieser oder jener Vasallen outen, aber daß Sie sich leider Zurecht auf die vor, vor, vor vor und vor Regierung der Türkei stürzen, auch wenn der jetziger Vasall nur aus Wahltaktischen Gründen - wie Sie sicherlich wissen - eine Absichtserklärung unterzeichnen haben möchte, wo noch gar nichts festteht, ob tatsächlich in der Türkürdei ein A-Kraftwerk gebaut wird oder nicht. Das ist diesem Vasall des VSA Gnaden auch gaanz bewußt. Nur er weißt auch, daß er bei seinen nunmehr mit Islam eingelullten Landsleuten mit martialischen Sprüchen und großfüßig angekündigten Vorhaben, vor allem vor den Wahlen Punkten kann. Sie als Vertreter eines Nicht-Bullvard-Blattes hätten eher die Frage stellen müssen; wer finanziert eigentlich diese Vorhaben? Noch besser gefragt; wer eigentlich diesen Vasall mit riesigem Haushaltsdeffizit, ganz zu Schweigen vm Außenhandel mit c.a. 72.000.000.000 (72 Mrd.)$ alleine für 2010 refinanziert? Man hört gelegentlich, daß Lkw's bestimmter Englisher Banken häufig vor den Statlichen Geldinstituten des Vasalls parken und irgend etwas entladen etc. Sei's drum!? Sie wissen doch ganz genau, daß der Staat des Vasalls eigentlich mehr als Insolvent ist. Was mich und ich hoffe Sie auch verwundert, daß dieser Staat des Vasalls die besten Kredibilty-Noten der westlichen Kredittanstallten bekommt. Wahnsinn, oder? Ach Sie müssten auch wissen, daß Alle dieser Noteninstitute fast pleite gegangen wären, hätten die Rot-Chinesen diesen Kredittinstituten nicht unter die Arme gegriffen!? Sie lesen auch SZ oder!? Eine Ganz einfache Frage, im Hinblick darauf, daß sie sich auf einen Vorgang aus dem Jahre 1986 beziehen: Was hat der Reaktor von Tschernobyl mit dem angeblichen AKW des Vasalls zutun? Sie wissen's nicht? Dann erzähle es ich Ihnen bei einem FischAbend an der Galatabrücke, nicht jeetzt. Ach ja!
Sie hätten eigentlich noch was besseres machen können. Was!? Dieser Vasall hat ja noch mehr Projekte angeblich laufen, vor allem in Istanbul oder? Wissen sie einen!? Z. B. die unterirdische Durchquerung des Bosporus!? Erzählen Sie doch mal Ihren Deutschen Lesern, was daraus geworden ist!? Wenn Sie an der Galata Brücke Fisch essen - ach übrigens, da dürfen Sie nix mehr trinken- müssten Ihnen die unfertigen Baustellen beidseits des Bosporus auffallen oder? Also, angesichts so viel Geschick, gehe ich davon aus, daß das AKW des Vasalls erst im Jahre 2030 fertig werden dürfte. Seien Sie nicht
Typisch deutsche Überheblichkeit und Arroganz, einen derartiger "journalistischen" Beitrag kann man wohl sehr gut in die Schublade Lobbyarbeit für die eigene Wirtschaft packen bzw. anti türkische Propaganda, mit Journalismus hat dieser Beitrag genau so viel Gemeinsamkeit wie Currywurst mit Döner. Der Verfasser berichtet rein populistisch, überhaupt nicht mit Sachverstand oder irgendwie recherchiert zu haben. Hätte er dieses getan, dann wüsste er das bezüglich des baues des AKW`s in der Türkei Jahrzehnte lange Erkundungen und Feststellungsverfahren mit zahlreichen Gutachten etc. getätigt worden sind, unter verschiedenen Regierungen und das nicht Herr MP Erdogan aus Lust und Laune heraus dieses entschieden hat. Auch ist es so, dass es sehr wohl eine Ausschreibung diesbezüglich gegeben hat, leider haben die deutschen Firmen nicht den Zuschlag bekommen, weil deren Technik nicht sicher genug war und ist. Die Überheblichkeit die der Verfasser an den Tag legt ist nicht zu überbieten, er stellt es so dar, als hätten die deutschen Kraftwerke ein derartiges Erdbeben mit anschließenden Tsunami überstehen können. Dieser Irrglaube ist ein regelrechter Witz, die japanischen Kraftwerke sind derzeit die weltweit sichersten, siehe Bericht der internationalen Atomenergie Behörde, sollte etwas derartig schreckliches in Deutschland passieren, dann wäre eine viel größere Katastrophe zu befürchten, siehe den hastigen Ausstieg vom Einstieg der Bundesregierung. Es ist ein gutes Zeichen das zahlreiche Kritiker aus der Türkei in dem Beitrag erwähnt werden, dieses zeigt wie demokratisch die Türkei ist, genau wie in Deutschland gibt es auch in der Türkei Befürworter und Gegner der Kernenergie, dieses ist auch gut so, im Juni 2011 sind Wahlen in der Türkei, da kann sich der Bürger entscheiden was er will. Diese besserwisser Mentalität sollte der Verfasser lieber für sich behalten, es ist schade das in dieser Zeitung hierfür so viel Platz in Anspruch genommen wurde, wir Leser hätten intelligentere Beiträge verdient.
Ausschließlich Deutschland überlegt sich auszusteigen, wenn ich das recht sehe. Und wird von allen Seiten dafür ausgelacht.
Das wird sich frühestens ändern, wenn Tokio unbewohnbar wird, möcht ich meinen. Bei den Amis nicht mal dann. Sogar in England weisen sie nach wie vor latent amüsiert auf die hartnäckige Abwesenheit von schweren Erdbeben und Tsunamis in Europa hin. Als wären nicht auch x andere Möglichkeiten denkbar, wie das Kühlsystem eines Reaktors ausfallen könnte.
Wie man wikileaks entnehmen konnte, betrachten die USA die Türkei als Schurkenstaat und haben sie in die gleiche Schublade einsortiert wie den Iran. Abwarten und Tee trinken!
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