Sie wussten, wo er ist, aber griffen nicht zu: Es gab offenbar zwei Gründe, warum Israels Agenten den KZ-Arzt Mengele nicht festgenommen haben.
Seit Kriegsende wird nach untergetauchten Nazi-Kriegsverbrechern gefahndet, mal erfolgreich, oft ohne Ergebnis - wie bei Josef Mengele. Der SS-Mann war Arzt im Konzentrationslager Auschwitz und nahm dort unfassbar grausame Menschenversuche vor.
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Josef Mengele alias Wolfgang Gerhard auf einer undatierten Aufnahme (© Foto: AP)
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Der gebürtige Schwabe Mengele lebte nach dem Zweiten Weltkrieg zunächst unerkannt in Westdeutschland. Bald avancierte er zu einem der meistgesuchten NS-Verbrecher. Mengele flüchtete 1949 nach Argentinien und wurde 1959 Bürger von Paraguay.
Der israelische Geheimdienst Mossad konnte ihn im Jahre 1960 in Argentinien lokalisieren, erzählte nun Rafi Eitan der Jerusalem Post.
Der heutige Kabinettsminister und damalige Mossad-Agent sagte, man habe damals bewusst darauf verzichtet, Mengele festzunehmen - weil man eine andere Aktion nicht gefährden wollte: den Zugriff auf den Holocaust-Organisator Adolf Eichmann.
Eitan, der inzwischen 81 Jahre alt ist, war damals Mitglied des Mossad-Teams, das Eichmann in Buenos Aires entführte und nach Israel brachte. Dort wurde der Planer der systematischen Judenvernichtung vor ein Gericht gestellt.
Das Verfahren endete mit dem Todesurteil und der Hinrichtung des SS-Mannes 1962.
Für Ex-Agent Eitan ist es auch aus heutiger Sicht damals die richtige Entscheidung gewesen, sich nur auf Eichmanns Entführung zu konzentrieren und die Causa Mengele zurückzustellen.
"Die Frage war, ob wir beide Operationen gleichzeitig durchführen sollten", so Eitan. "Ich sagte: 'Danke, aber ich habe Eichmann in der Hand und will ihn nicht verlieren'".
Eichmann sei für die Israelis die wichtigere Person gewesen. "Mengele war der brutale Doktor, ein Tier", so Eitan, "doch als Teil der Nazi-Maschinerie nur eine kleine Schraube."
Offenbar gab es noch einen zweiten Grund, um bei Mengele anders als bei Eichmann zu verfahren. Der Eichmann-Prozess habe solch eine "Wucht" gehabt, dass Israels Premierminister David Ben Gurion es dabei belassen wollte, erzählt Ari Rath im Gespräch mit sueddeutsche.de.
"Jede Wiederholung hätte diese Wirkung geschwächt. Ben Gurion wollte nur einen Prozess." Rath, zeitweise Sekretär Ben Gurions und danach Chefredakteur der Jerusalem Post, sagt, der legendäre Staatsgründer habe sich indirekt für eine Liquidierung Mengeles ausgesprochen.
Eine Woche nach Eichmanns Entführung reiste ein Mossad-Team nach Argentinien, um nach Mengele zu suchen. Doch der "Todesengel von Auschwitz" war inzwischen verschwunden.
Der KZ-Arzt ließ sich schließlich in Brasilien nieder, er hieß nun Wolfgang Gerhard. 1979 ertrank der Schnurrbartträger beim Schwimmen vor der Küste, nachdem er einen Schlaganfall erlitten hatte. Seinen tagebuchähnlichen Aufzeichnungen zufolge war er bis zuletzt ein überzeugter Nazi.
(sueddeutsche.de/ihe)
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Er tut es auch nciht zum ersten Male im Forum der Süddeutschen Zeitung. Dabei ging er sogar schon deutlich weiter als heute, was aber sowohl von der SZ als auch von der Staatsanwaltschaft München, von letzterer offensichtlich wohlwollend, toleriert wurde.
Ich habe Morde als ultimatives Mittel im Falle ansonsten nicht zu beseitigenden Unrechtes erklärt, damit keine andere Haltung eingenommen als etwas Oberst Claus Schenk, Graf von Stauffenberg.
"Das_Gewissen" hingegen hat sich ausweislich diverser Internetbeiträge als Verteidiger staatlichen Unrechtes, auch des denkbar schwersten, erwiesen. Wer meine Beiträge selbst liest, ist nicht darauf angewiesen, die schrägen Wertungen von "Das_Gewissen" zu übernehmen.
Dass ich mich ehrlich um ovjektive und gerechte Wertungen bemühe, ist einer der Gründe dafür, dass ich im Grundsatz für die sprechen darf, denen wirklich niemand ein X für ein U vormachen kann und die nur eine Art der Führung akzeptieren: Die Führung durch Vernunft und Gerechtigkeit, der sie sich ebenso unterwerfen, wie auch ich es tue.
Dass ich deshalb unter besonderem Beschuss anderer stehe, weil ich mit belegen behaupte, die SS habe heimlich überlebt und betreibe ihr unseliges Vorgehen unter anderen Voraussetzungen weiter, haben zumindest die Regierungen Polens, Tschechiens, Dänemarks, Chinas und einiger anderer Länder längst verstanden.
Winfried Sobottka, ein Sprecher der Anarchistinnen und Anarchisten in Österreich und der BRD, die zusammen unser deutsches Mutterland sind.
Nämlich, dass einfach so getan wird, als sei alles Übel in Deutschland inkl. Österreich, Niederlande usw. am 08.05.1945 abgeschaltet worden. Dabei wird u.a. verkannt, dass die SS die germanischen Gebiete unter deutscher Herrschaft systematisch über Jahre mit einem Netzwerk der gesellschaftlich relevanten Kreise durchzogen hat, ebenfalls wird das geheimbündlerische Wesen der SS dabei außer acht gelassen. Die SS galt ohnehin als eine Institution der Geheimniskrämerei, dass Himmler, der Geheimbunderfahrung bereits aus demThule-Bund besessen hatte, zudem Satanist war ("Orden der schwarzen Sonne") wird historisch nicht einmal ernsthaft diskutiert.
Man macht sich keine Gedanken darüber, dass Leute, die überSS-Polizeiverbrechen hätten aussagen können, kurz vor Toreschluss noch massenhaft erschossen wurden (Googeln z.B. unter BITTERMARK), man macht sich keine Gedanken darüber, was es bedeutet, dass Nachkriegs-Polizei, -Justiz, -Medizinwesen von alten SS-Leuten aufgebaut wurden und so weiter.
Die Vergangenheit können wir beim besten Willen nicht ändern, aber für Gegenwart und Zukunft stehen wir höchstpersönlich in der Verantwortung.
Winfried Sobottka, ein Sprecher der Anarchistinnen und Anarchisten in Österreich und der BRD, die zusammen unser deutsches Mutterland sind.
Beschämend ist auch, dass es Deutsche und Österreicher gab und gibt, die stolz waren/sind Teil der Rattenlinie gewesen zu sein, die Mengele und Co. über Italien nach Argentinien verhalf. Zu diesen Netzwerken siehe auch "Nazis auf der Flucht", http://www.youtube.com/watch?v=lrVDHHcNh9A , oder http://www.steinacher.it .
"Jesus hat und gesagt, dass man jeden Menschen läutern kann, und tatsächlich ist es so, wenn man die natürlichen Rituale dafür kennt. Man kann morden, wenn schlimmstes Unrecht nicht anders zu bekämpfen ist, doch sonst hat man nicht das Recht zu töten. Schlimm, mit welcher Leichtigkeit manche hier grausige Rache fordern."
Hier bestätigt Herr Sobottka, dass er Mord befürwortet. Auch schlimmstes Unrecht rechtfertigt keinen Mord. Es gibt daher keine Fehlinterpretation des Herrn Sobottka. Desweiteren klingt sein Beitrag vom 03.09.2008 16:56:29 Uhr sehr nach Rechtfertigung der Straftaten Mengeles sowie Eichmanns. Das ist rechtlich schon als grenzwertig zu betrachten.
Aus meiner Sicht war es durchaus NICHT korrekt, dass die Juden deutsche Kriegsverberecher verurteilen und hinrichten. Rechtlich sind die Juden befangen und daher nicht in der Lage neutral das ganze Geschehen zu beurteilen.
Anders ausgedrückt. darf in einem Rechtsstaat kein Richter urteilen, der von einem Verbrechen selber betroffen ist.
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