Libanon Selbstmordattentäter töten in Beirut mindestens 37 Menschen

Sie trugen Sprengstoffgürtel: Zwei Männer haben sich in der libanesischen Hauptstadt in die Luft gesprengt.

Bei einem Doppelanschlag in Beirut sind nach Angaben des libanesischen Roten Kreuzes mindestens 37 Menschen getötet und 181 weitere verletzt worden. Der BBC zufolge hat sich die Terrormiliz Islamischer Staat zu dem Anschlag bekannt.

Zwei Selbstmordattentäter sprengten sich nach Angaben der Polizei vor einem Einkaufszentrum im Stadtviertel Burdsch al-Baradschne in die Luft. Sie trugen Sprengstoffgürtel.

Der Hisbollah-Sender Al-Manar TV berichtete von zwei Explosionen, die im Abstand von sieben Minuten zu hören gewesen seien. Ein Regierungsbeamter berichtete, ein Attentäter habe seinen Sprengsatz vor einer schiitischen Moschee gezündet, der Zweite in einer Bäckerei. Die beiden Tatorte liegen weniger als 50 Meter auseinander. Ein dritter Selbstmordattentäter sei tot gefunden worden, sagte der Beamte. Er habe noch einen funktionstüchtigen Sprengstoffgürtel getragen. Wahrscheinlich sei er dem zweiten Attentäter zu nahe gekommen, als dieser zuschlug.

Das Stadtviertel gilt als Hochburg der schiitischen Miliz Hisbollah. In den vergangenen zwei Jahren hat es bereits ähnliche Anschläge in südlichen Beiruter Bezirken gegeben. Der Libanon steckt auch wegen des syrischen Bürgerkriegs in einer schweren politischen Krise. Hisbollah-Milizionäre kämpfen im Nachbarland an der Seite des Regimes von Präsident Baschar al-Assad. Libanesische Sunniten unterstützen wiederum die Rebellen.