Bulgarien Referendum über neues Atomkraftwerk gescheitert

Das Referendum über den Bau eines neuen Atomkraftwerks in Bulgarien ist Prognosen zufolge wegen mangelnder Beteiligung gescheitert.

Das Referendum über den Bau eines neuen Atomkraftwerks in Bulgarien ist Prognosen zufolge wegen mangelnder Beteiligung gescheitert.

Nur etwa 19,5 bis 20,3 Prozent der Wahlberechtigten hätten ihre Stimme abgegeben, hieß es am Sonntagabend in auf Nachwahlbefragungen beruhenden Prognosen. Dies war nur rund ein Drittel der 60-Prozent-Beteiligung, die für die Gültigkeit des Referendums nötig gewesen wäre.

Insgesamt 6,9 Millionen Wahlberechtigte waren aufgerufen, sich zu der Frage zu äußern, ob "Bulgarien die Atomenergie durch den Bau eines neuen Kernkraftwerks weiterentwickeln" solle. Konkret ging es in dem ersten Referendum seit der Wende 1989 um die Zukunft des Kernkraftwerks bei Belene an der Donau.

Die konservative Regierung hatte das bulgarisch-russische Milliardenprojekt aus Kostengründen gestoppt, die oppositionellen Sozialisten wollen es fortsetzen und hatten deshalb das Referendum auf den Weg gebracht.