Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker In Bedrängnis

OB Henriette Reker; Reker Portrait der Koelner Oberbuergermeisterin Henriette Reker. Henriette Reker auf der Karnevalssitzung der Koelsche Funke rut-wieß vun 1823 e.V. im Hotel Maritim. Die Karnevalsgesellschaft Rote Funken ist eine reine Herrengesellschaft. Laut Satzung wird ein Oberbuergermeister durch sein Amt automatisch in die Gesellschaft aufgenommen. Henriette Reker ist deshalb die erste Frau, die aufgenommen wird. Henriette Reker wird gemeinsam mit den anderen Rekruten vereidigt.; Reker

(Foto: Theo Barth; Theo Barth)

Erst war sie die mit dem Attentat, dann die mit der Armlänge. Jetzt beginnt der Prozess gegen ihren Angreifer, und wieder schaut Deutschland auf Henriette Reker. Dabei will die Kölner Oberbürgermeisterin doch vor allem eines nicht sein: interessant.

Von Lara Fritzsche, SZ-Magazin

Es sind nur hundert Meter bis auf die Toilette, aber als Henriette Reker endlich dort ankommt und für einen Augenblick die nasse Hand in den Nacken legen kann, sind fast zwanzig Minuten vergangen. Es beginnt noch im Festsaal. Jemand umfasst ihren Oberarm, als sie sich gerade vom Stuhl erhoben hat. Ein Landrat, in der einen Hand ein Kölsch, hat mit der anderen nach Reker gegriffen. Er will quatschen, trotz Musik, da muss man nah ran. Als Reker weiterkommt, singen Brings ...