Ein Priester missbrauchte gehörlose Jungen. Wie die vatikanische Glaubenskongregation und ihr damaliger Chef Kardinal Ratzinger den Fall verharmlost haben.
Keine Woche ist es her, da hat Papst Benedikt XVI. einen Hirtenbrief geschrieben. Der Papst erklärt, dass er den Missbrauch von Minderjährigen in Irland bedauert - und greift die irischen Bischöfe an für ihre "schweren Fehleinschätzungen" im Umgang mit den dortigen Übergriffen. Gleich zu Beginn schreibt Ratzinger. "Ich kann die Bestürzung und das Gefühl des Vertrauensbruchs nur teilen, das so viele von Euch beim Erfahren dieser sündhaften und kriminellen Taten und der Art der Autoritäten der Kirche, damit umzugehen, erfahren haben."
Die Enthüllungen der New York Times legen einen Verdacht nahe: Die katholische Kirche und ihr Papst kehren alles, was unter den Teppich gekehrt werden kann, auch unter den Teppich. (© Foto: dpa)
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Nun hat die New York Times brisante neue Dokumente veröffentlicht. Und die wecken erhebliche Zweifel, an der Art, wie die Autorität Joseph Ratzinger mit einem schweren Missbrauchsfalls umgegangen ist.
Der amerikanische Priester Lawrence C. Murphy hat über Jahrzehnte bis zu 200 gehörlose Jungen sexuell missbraucht. Murphy wurde im Jahr 1950 Lehrer und später Rektor an der renommierten St. John's School for the Deaf, einer Schule für Gehörlose im US-Bundesstaat Wisconsin.
Pfarrer Murphy ist bereits im Jahr 1998 gestorben - als Priester, der weder vom kirchlichen noch staatlichen Justizsystem belangt worden ist. Dabei waren Murphys Übergriffe offenbar so massiv und zahlreich, dass seine Taten früh ans Licht kamen. In den Dokumenten der New York Times findet sich sogar ein Flugblatt aus dem Jahr 1974, das Opfer vor der Kirche in Milwaukee verteilt hatten. Darauf zu sehen ist ein Bild Murphys unter der Überschrift: "Most Wanted".
Im Jahr 1993 schickt Rembert G. Weakland, der Erzbischof der Diözese Milwaukee, Murphy zu einem Sozialpädagogen. Der legt dort ein umfangreiches Geständnis ab und räumt ein, dass die Vorwürfe gegen ihn der Wahrheit entsprechen. Weitere drei Jahre vergehen, bis der Bischof sich dazu durchringt, Konsequenzen für den Triebtäter in Erwägung zu ziehen.
Lesen Sie auf Seite zwei, wie Kardinal Ratzinger auf mehrere Anfragen nicht reagiert.
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Übersehen wird allgemein, daß es keineswegs nur dieses heikle Gebiet ist, auf welchem die katholische Kirche mit der Wahrheit, von der sie doch angeblich so viel hält, auf Kriegsfuß steht. Wie wäre es sonst möglich, daß der Papst vor der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften buckelt, die beispielsweise den Blödsinn der sogenannten Relativitätstheorie allen Ernstes als Wissenschaft verkauft? Freilich kann eine derart gravierende Desinformation nur dann als Lüge bezeichnet werden, wenn Absicht dahintersteckt. Aber auch wenn es aus bloßer Dummheit geschieht, so bleibt es doch die Unwahrheit. Und ist es wirklich vorstellbar, daß das Ausmaß von Dummheit so gewaltig ist? Und das bei einem Papst, dem auf anderen Gebieten hohe Intelligenz zugeschrieben wird? Ich selbst habe in Heidelberg bei einer unwürdigen Weiheveranstaltung für Einstein der Katholischen Akademie erleben müssen, wie die Besucher in schäbiger Weise durch Maulkörbe für alle Kritiker wahrheitswidrig indoktriniert wurden, sei es nun aus Feigheit oder aus mangelnder Kompetenz. Von einem Wirken des Heiligen Geistes war jedenfalls kein Hauch zu spüren.
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dann war er über alles informiert, was der (Schein)Heiligen Kirche hätte schaden können. Das war sein Job, (darum auch nachvollziehbar das Vertuschen solch widerwärtiger Mißbräuche zudem noch an Behinderten,) man kann es nicht fassen. Nix hören, nix sehen, nix sagen (wie der weise Affengott) , hat ihn nun endlich eingeholt, der Schaden ist enorm.
Glaubenskongregation ist die verniedlichende Neubenennung einer altbekannten, berüchtigten Institution namens Inquisition, die schon immer missliebige Kirchenkritiker verfolgte und auch mal auf dem Scheiterhaufen verbrennen ließ, während sie andererseits Kirchenfreunde, und seien es die schlimmsten Verbrecher, in ihren Schutz genommen hat. Joseph Ratzinger war 25 lange Jahre Inquisitionschef, und hat die Akten bearbeitet g e g e n Drewermann, Ranke-Heinemann, Küng u. a. sowie f ü r die klerikalen Päderasten aller katholischen Länder.
gewinnt man bei Betrachtung der in den Foren geführten Diskussionen den Eindruck, dass sich darunter Kirchenhasser befinden, die sich über die in kirchlicher Verantwortung verübten Missbrauchfälle geradezu freuen, weil sie nun endlich ihrem Hass auf die Kirche freien Lauf lassen können. Teile der Medien sind voll verantwortlich für diese Tiraden, die inzwischen bereits zu Schändungen katholischer Kunstwerke geführt haben. Wenn die Medien weiterhin solchen Hetzern Raum geben, wird man hierzulande wohl auch mit Angriffen auf katholische Christen rechnen müssen.
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