Wer Angela Merkel unterschätzt, hat schon verloren: Die Kanzlerin wird auch mit einer FDP fertig werden, die gerade überall lesen darf, sie habe die Wahl gewonnen.
Mit Koalitionspartnern, die sich für die wahren Sieger einer Bundestagswahl halten, hat Angela Merkel gute Erfahrungen gemacht: 2005 glaubte die SPD, Merkel als Kanzlerin von sozialdemokratischen Gnaden installieren zu können. Die ganze Anlage der großen Koalition war damals von SPD-Chef Franz Müntefering darauf ausgerichtet, die Regierungschefin bewegungsunfähig und damit zu einer kurzen politischen Episode zu machen.
Das Einzige, was dieser mächtigen Frau fehlt, ist eine ordentliche Opposition. Angela Merkel am Tag nach der Bundestagswahl. (© Foto: dpa)
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Im Ergebnis ist nun die SPD ihrem eigenen Untergang näher denn je gekommen, während Merkel mit mildem Spott über jene Einwände hinweggehen kann, wonach das Ergebnis der CDU sooo toll aber nicht gewesen sei.
Jetzt hat es die Kanzlerin mit einer FDP zu tun, die überall lesen darf, dass sie die Wahl gewonnen habe. Eine starke FDP also, vor der sich Merkel fürchten soll. Die Kanzlerin allerdings hat ohne Regierungserfahrung eine große Koalition zu ihren Gunsten nutzbar gemacht - da darf man ihr schon zutrauen, dass sie mit Erfahrung ein Bündnis mit einem kleineren Partner zu organisieren vermag.
Es gehört zu den Konstanten im politischen Leben Merkels, dass in der Art und Weise, wie sie ein Ziel erreicht, immer gleich der Grund dafür gesehen wird, warum sie am nächsten Ziel scheitern wird. Nur gestimmt hat es bis jetzt noch nie. Horst Seehofer lässt sich gerne mit dem Satz zitieren, wer Merkel unterschätze, habe schon verloren. Das ist richtig - und lässt sich an niemandem besser studieren als an Horst Seehofer.
Merkel wird sich eine Koalition zusammenbasteln, die aus ihrer Sicht drei Erfordernissen entsprechen muss. Erstens der Stabilität ihrer Macht, zweitens der Stabilität ihrer Macht und drittens der Stabilität ihrer Macht. Je besser ihr das gelingt, desto freier wird sich die Kanzlerin fühlen, auch dem eigentlichen Wählerauftrag nachzukommen - erfolgreich zu regieren.
Die Reihenfolge Macht vor Machen aber ist für Merkel zwingend, sie beruht auf ihrer persönlichen politischen Erfahrung innerhalb der Union und aus dem, was sie von anderen Kanzlern gelernt hat. Macht ist für Merkel ein Instrument, keine Belohnung.
Was die eigene Partei angeht, hat es die CDU-Vorsitzende zunächst einmal leichter. Die neue Koalition bietet mehr Posten als die alte. So lassen sich Wohlwollen und Loyalität bei Parteifreunden ein wenig stimulieren, wo sie immer noch nicht ausreichend entwickelt sein sollten.
Aber auch den Ministerpräsidenten, die ihre Posten mehr oder weniger aus eigener Kraft haben, wird es nun noch schwerer fallen, Merkels Führung anzuzweifeln oder gar zu hintertreiben. Es wäre schwer zu vermitteln, wenn die schwarz-gelben Regierungen im Bundesrat, die fast alles mitgemacht haben, was die große Koalition ihnen abverlangte, nun ausgerechnet die Politik der Koalition blockierten, für die sie selber stehen.
Lesen Sie auf der nächsten Seite, wie Angela Merkel mit der FDP umgehen wird und wie sie sich als Kanzlerin aller Deutschen inszenieren kann.
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dass man dem Bürger alles unmögliche, vom Sozialabbau über die Lobbyistenhörigkeit bis hin zu Völkerrechtswidrigen-Kriegseinsätzen, zumutet, dann ist der Beweis nun erbracht.
Mehr kann eigentlich kein Politiker erwarten.
Die Kälber wählen ihre Metzger freiwillig selbst.
Man muss sich wirklich fragen in welchem Film wir derzeit sind.
Habe unlängst das Buch "Generation Doof" gelesen.
War eigentlich immer noch unschlüssig ob das alles so zutreffen kann.
Doch der Beweis scheint erbracht.
Nun wissen die Politiker dass sie mit dem Stimmvieh nach belieben verfahren können, es passiert offensichtlich nichts.
Ergo, wir werden in Zukunft noch schlimmere Dingen hin nehmen müssen.
Das fängt mit dem Anheben von diversen Steuern an und endet mit Völkerrechtswidrigen Kriegseinsätzen und Sozialabbau wie Rentenkürzungen ect.
Also los ihr Lobbyisten-Politiker baut weiter die Bürgerrechte ab die Kälber warten sehnlichst darauf.
Es ist doch mehr als merkwürdig dass sich überhaupt so viele zur Wahlurne aufgemacht haben. Da dürfen die Wähler ihren eigenen Metzger wählen und vier Jahre darauf hoffen, dass die Parteidiktatur, gleich welcher Konstellation, dass also der Metzger nur den kleinen Finger abhakt den die Parteischergen für Ihr Süppchen brauchen.
100% Übereinstimmung mit einem Parteiprogramm wird wohl niemand der Wahlbürger finden (vielleicht Herr Hundt in der FDP). Deshalb habe ich mir immer gesagt dass 75% Gleichartigkeit mit einer Partei schon ausreichen würden um die Stimme dieser Partei zu geben. Doch nur wenn in den restlichen 25% keine Dinge der Politik sind, die gegen meine Überzeugung streben. Alles andere wäre für mich Schizophren, gegen meine Überzeugung zu arbeiten.
Ich mache etwas um gesellschaftlich etwas zu bewegen, doch bestimmt nicht in einer Partei, die mich als Abgeordneter zwingen würde, gegen das Grundgesetz zu Stimmen nur um der Parteilinie zu entsprechen. Ist das die Demokratie die Sie wollen? Ich denke anhand ihrer früheren Kommentare eher nicht.
Mein Ansinnen geht in Richtung mehr-demokratie.de also einer Mitbestimmung der Bürger auf Bundesebene in Form der Volksabstimmung nach Schweizer Muster.
Ypsilanti hatte ich in meinem Kommentar nur deshalb erwähnt, weil die vereinigte Presse ihr Machtgeilheit vorwarf, obwohl sie nie Macht besessenn hatte, im Gegensatz zu der Frau Merkel, die ausser Ihren Wunsch, Bundeskanzlerin für alle Deutschen zu sein, nichts vorzuweisen hat. Entweder berief sie sich bis jetzt bei "Fehlschlägen" auf den Koalitionspartner, der nicht zulässt. was sie hätte gerne im Dienste Deutschland gemacht hätte, oder sie hat die Schwierigkeiten der Finanzkrise alleine geschafft. Der Niedergang der SPD ist natürlich durch die Vorkommnisse nach der Hessenwahl verstärkt worden. Dennoch, was muss ein Mensch anstellen, wenn er so verteufelt wird? Bitte, man komme mir nicht wegen Wahlverprechungen oder nicht eingehaltenen Wahlversprechen. Das passiert alle Tage, das wird auch jetzt noch geschehen, aber kein Hahn wird danach krähen, wo wie man Frau Merkel nie micht Machtgeil gleichsetzt. Man wird sehen, was noch kommt. Na ja, um die SPD brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen, sie wird schon wieder nach oben kommen.
lockt niemanden hinterm Ofen hervor. Das Ergebnis war da. Münti, ab ins Sauerland!
....warum soll der Wähler eine Partei wählen die bei dem wichtigsten Thema überhaupt, nämlich dem Erreichen der Macht in sich nicht einig , also unfähig ist.
Ausserdem fehlte dem SPD im Wahlkampf jedwede " Worst case " Strategie nach dem Motto " Was machen wir eigentlich wenn es mit der Großen Koalition nicht weiter
geht ? " Stattdessen hat man auf Demoskopen und Gott vertraut und den eigentlichen politischen Gegener, nämlich die Union mit Merkel nicht ernst genommen. Siehe dazu auch das TV Duett.
Die SPD Partei Spitze hat natürlich bereits am Samstag vor der Wahl den Ausgang und das Desaster geahnt und Steinmeier dann schnell noch den Pflock " Fraktions Vorsitzender " eingeschlagen damit es so weiter geht wie bisher.
Die SPD ist damit nicht nur 4 Jahre weg vom Fenster sondern, so wie es jetzt mit Steimeier wieder läuft mindestens 8 Jahre. Wahrscheinlich wacht erst bei so um die 15 % die Basis endlich auf. Vielleicht aber auch nie ! Dann bleiben halt Steinmeier und Co. und ein paar weitere neokonservative SPD Hinterbänkler übrig.
Paging