"Zehntausendfache Körperverletzung": Schlechte Pflege soll nach dem Willen der Deutschen Hospiz-Stiftung Schwerpunktthema der Staatsanwaltschaften werden.
Zur Bekämpfung von Gewalt im Pflegebereich sollen nach dem Willen der Deutschen Hospiz-Stiftung künftig Schwerpunkt-Staatsanwaltschaften eingerichtet werden. Bei der schlechten Pflege gehe es nicht um Einzelschicksale, sondern um "zehntausendfache Körperverletzung", sagte Vorstand Eugen Brysch der Neuen Osnabrücker Zeitung.
Eine Mitarbeiterin eines Pflegedienstes hilft in einem Altenpflegeheim einer Bewohnerin. (© Foto: ddp)
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Schlechte Pflege müsse daher ein Schwerpunktthema der Staatsanwaltschaften werden. Außerdem will die Stiftung amtsärztliche Leichenschauen bei jedem Todesfall von Pflegebedürftigen, Kindern und Jugendlichen.
Bisher gebe es nur oberflächliche Leichenschauen, wenn ein Arzt gerufen werde, um einen Totenschein auszustellen, sagte Brysch. "Pflegemängel und Patiententötungen werden so nicht entdeckt."
Nötig sei auch ein modernes Dienstleistungshaftungsgesetz, um die Träger von Pflegeeinrichtungen zur Verantwortung zu ziehen. Wie beim Fleischskandal sei es auch in der Pflege besser, die Betreiber und nicht die Mitarbeiter haftbar zu machen. "Zurzeit werden gute wie schlechte Einrichtungen gleich finanziert", sagte Brysch. "Das kann es nicht sein. Das ist ein Skandal."
Die Hospiz-Stiftung rief die Justizminister der Länder auf, jeweils für einen Generalstaatsanwalt eine Schwerpunkt-Staatsanwaltschaft zu errichten, "genauso wie wir das beispielsweise bei der Steuerhinterziehung und der organisierten Kriminalität haben".
Die Frage der Pflege betreffe weitaus mehr Leute: "Es geht nicht nur um 450 Daten auf einer CD - hier geht es um 450 Taten am Tag", betonte Brysch. Er berief sich auf einen Bericht des Medizinischen Dienstes zum Pflege-TÜV, wonach knapp 40 Prozent der bisher untersuchten Heime ein "mangelhaft" bei der Vorbeugung gegen Druckgeschwüre (Dekubitusprophylaxe) erhalten haben.
Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...
(APN/segi)
Protest gegen dritte Startbahn
... dass es den Insassen JEDER Strafvollzugsanstalt hundertmal besser geht, als den Bewohnern aller Pflegeheime.
Das ist Deutschland!
Die Forderungen der Hospiz-Stiftung sind bitter notwendig.
Von alleine kommt dieser Staat nicht auf die Idee, hier tätig zu werden.
Menschenrechtsverletzungen und die Verletzung der Menschenwürde spielen bei unseren Politikern keine Rolle.
Das ist eine Schande.
sucht neue Aufgabenfelder und Pfründen.
Und verschärft das Problem einer unnatürlich hohen Lebenserwartung.
...ob ich auch eines tages zu tode gepflegt werde???
in einem Land, in dem das Volk nach Strich und Faden belogen wird und die Rüstungsindustrie sich dumm und dämlich verdient, dank verlogener und bestochener Regierungsvertreter und Abgeordneter ist die Pflege das letzte, was diese Menschenverächter interessiert... sie selbst werden mit den Geldern, die sich sich zusammengegaunert haben auf Kosten derer, die sie zu vertreten vorgeben, beste Privatpflege leisten können... was interessiert da das ausgeplünderte Volk.