Gesetzgebung in den USA Ohios Gouverneur lockert Waffenrecht

Im US-Bundesstaat Ohio haben es Waffenbesitzer künftig leichter. Wer die Erlaubnis besitzt, seine Waffe in der Öffentlichkeit bei sich zu tragen, muss diese Berechtigung ab sofort nie mehr erneuern.

Der Gouverneur des US-Bundesstaats Ohio hat weniger als eine Woche nach dem Amoklauf in Newtown ein Gesetz zur Lockerung der Waffenrechte unterzeichnet. Mit der Unterschrift des Republikaners John Kasich müssen die Bürger des Staates nur noch einmal eine Prüfung ablegen, um eine Waffen versteckt mitführen zu dürfen. Bislang mussten sie dies jedes Mal bei der Erneuerung ihrer Waffenlizenz tun.

Gouverneur Kasich gab keine Erklärung dazu ab. Vor einigen Tagen hatte er jedoch angekündigt, das Gesetz zu unterzeichnen. Das in der US-Verfassung festgeschriebene Recht auf den Besitz einer Waffe dürfe nicht angetastet werden, sagte er. Demokratische Abgeordnete hatten die Entscheidung kritisiert.

Vor einer Woche waren bei einem Massaker an einer Grundschule in Newtown im US-Staat Connecticut 28 Menschen getötet worden, darunter 20 Kinder. In der Folge wird in den USA über strengere Waffengesetze diskutiert. Während die Verfassung generell das Recht auf den Besitz einer Schusswaffe festlegt, entscheiden die Bundesstaaten und Kommunen über die Umsetzung.