Der nächste Verdacht von Vroniplag: Das Internet-Portal wirft dem FDP-Europaabgeordneten Jorgo Chatzimarkakis vor, in seiner Dissertation abgeschrieben zu haben. Der Politiker verweist auf "verschiedene Zitierweisen".
Jorgo Chatzimarkakis ist gewissermaßen selbst ein Plagiatsjäger. Der Kampf gegen die "Verletzung der Rechte geistigen Eigentums" ist auf seiner Homepage unter dem Schlagwort "Meine Themen" aufgeführt. "Wissensklau verhindern" lautet die Forderung des FDP-Europaabgeordneten.
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Bisher fiel er vor allem als Westerwelle-Kritiker auf: Der saarländische FDP-Politiker Jorgo Chatzimarkakis. (© picture-alliance/ dpa)
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Jetzt steht Chatzimarkakis selbst als Wissensräuber am Pranger. Das Internetportal Vroniplag wirft ihm vor, auf beinahe 28 Prozent der Seiten seiner Doktorarbeit abgekupfert zu haben. Zitate anderer Texte seien unzureichend als solche markiert worden, heißt es. Vroniplag hatte zuvor schon Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) und FDP-Europapolitikerin Silvana Koch-Mehrin als Plagiatoren enttarnt, die daraufhin von ihren Spitzenämtern zurücktraten.
Chatzimarkakis reagierte mit einer Stellungnahme auf die Vorwürfe. Auf seiner Website heißt es, die jüngsten Debatten über die Doktorarbeiten deutscher Politiker hätten auch ihn "sensibilisiert". Nach "aktueller Prüfung" habe er bei seiner Dissertation verschiedene "Zitierweisen" verwendet, was "Raum für Spekulationen" schaffe. Er habe deshalb die Universität Bonn und seine damaligen Professoren auf sein Vorgehen "explizit hingewiesen".
Doktorvater verteidigt Chatzimarkakis
Der 45 Jahre alte Politiker, seit 2004 Abgeordneter des Europaparlaments, hatte die Arbeit mit dem Titel "Informationeller Globalismus. Kooperationsmodell globaler Ordnungspolitik am Beispiel des elektronischen Geschäftsverkehrs" an der Philosophischen Fakultät der Universität Bonn eingereicht, die sie 2000 anerkannte. Das 202 Seiten starke Werk ist online zu finden.
Die Universität kündigte an, die Doktorarbeit zu prüfen. Sobald die erforderlichen Unterlagen aus dem Archiv beschafft seien, werde dazu eine Sitzung des Promotionsausschusses einberufen, sagte der Dekan der Philosophischen Fakultät, Günther Schulz. Die Uni folge damit einer Bitte des Politikers.
Der damalige Erstgutachter, der emeritierte Wirtschaftswissenschaftler Professor Detlev Karsten, sagte der Süddeutschen Zeitung: "Ich denke, dass die Universität rasch und transparent handeln wird." Bei einer fast zwölf Jahre zurückliegenden Arbeit habe er natürlich nicht mehr Einzelheiten im Gedächtnis. Allerdings bezeichne die Plattform seinem Eindruck nach Passagen als Plagiat, bei denen die Wiedergabe eines fremden Textes ordnungsgemäß als Quelle angegeben sei. "Dass er bei der Zitierweise etwas durcheinandergekommen ist, das hat Herr Chatzimarkakis eingeräumt." Man müsse abwarten, jedenfalls werde die Angelegenheit "seinen offenen und ehrlichen Gang nehmen."
Chatzimarkakis hatte in seiner Stellungnahme erklärt, er habe die Auszüge anderer Quellen in seiner Arbeit auf dreierlei Weise kenntlich gemacht: "Zitate (teilweise) kursiv eingerückt und mit Anführungszeichen, ausgewiesen durch Fußnote; Zitate nicht kursiv, eingerückt und mit Anführungszeichen, ausgewiesen durch Fußnote; Zitate im Fließtext, nicht eingerückt und ohne Anführungszeichen, ausgewiesen durch Fußnote."
Der Zweitgutachter der Doktorarbeit, der Politikwissenschaftler Uwe Holtz, gibt auf der Website der Universität Bonn Hinweise für Examenskandidaten. Zur Zitiertechnik heißt es in dem PDF-Dokument: "Es gibt erschiedene 'Zitiersysteme'. Es sind grundsätzlich alle akzeptabel, sofern sie nicht durcheinander gebraucht werden."
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Ich sage es noch einmal. Dass diverse Herrschaften nicht rechtens ihren Titel tragen ist mir klar und es ist gut, dass die Universitäten diese Titel entziehen. Aber...nochmal...zum mitschreiben...es ist nicht IHRE Aufgabe! Nicht Ihre Aufgabe ist es die Dissertation zu lesen und zu vergleichen, Nicht Ihre Pflicht ist es den Titel abzuerkennen. Und erzählen Sie mir keinen Quark mit, ich solle Geschichte lesen. Wachen Sie auf Mann! Sie hetzen Menschen im Netz, so einfach ist das! Und wenn Sie es immernoch anders sehen, dann kann ich Ihnen offensichtlich eh nicht helfen und Sie stehen auf der einen, ich auf der anderen Seite. Da können Sie noch so viel Rot markieren...es juckt mich nicht die Bohne. Fragen Sie doch mal die Politik ob es rechtens wäre Straftäter im Netz öffentlich zu diffamieren und entsprechende Wiki Seiten zu errichten, über aktuellen Standort, Job usw. Glauben Sie tatsächlich es wäre ethisch, moralisch akzeptierbar? Denken Sie mal lieber darüber nach bevor Sie mit dem Mob zum "Fackellauf" gehen ohne zu wissen, was Sie dort überhaupt machen.
...
nix anderes ist diese sich "selbst betitelnde Elite"...
am Beispiel Vroni Saß
http://de.vroniplag.wikia.com/wiki/Home
(Stoiber-Tochter --- gegen den Vater von Edmund Stoiber wurde ja nach 1945 ermittelt, da er in div. dunkle Geschäfte verwickelt war, nur durch den Umstand, dass dieser durch seine NS-Zeit Beziehungen zu den Richtern und Staatsanwälten hatte (Mittenwald- Oberlandkorps), kam er frei: Buch von Wilhelm Schlötterer),
K.T. Guttenberg,
Christina Schröder,
Koch-Mehrin
uva.
Ich frag mich inzwischen, ob von diesen Gaunern, die zum großen Teil im Bundestag und div. Landtagen vertreten sind, überhaupt jemand eine ehrliche Doktorarbeit geschrieben hat.
An die Ghostwriter, die diese "offensichtlich arroganten Schnösel" inzwischen auffliegen lassen, meinen herzlichen Dank!
..... sich gelegentlich etwas mit der deutschen geschichte zu beschäftigen, resp. mit geschichte überhaupt.
ausdrücke wie MOP und MENSCHENHATZ haben eine lange und traurige tradition. anders denkende, anders lebende, homosexuelle, roma, schwarze, juden, halbjuden, vierteljuden, etc.etc. zu diskreditieren, zu verfolgen und letztendlich zu vernichten, das ist MENSCHENHATZ. menschen zu erniedrigen für merkmale, für die sie gar nichts können, die sie nicht persönlich zu verantworten haben.
also vorsicht mit ihren pauschalen urteilen!
diesen schaumschlägern, blendern und letztendlich betrügern auf die schliche zu kommen, ist doch etwas völlig anderes.
alle diese kandidaten haben versucht, sich mit unlauteren mitteln vorteile jedwelcher art zu verschaffen.
das sich das der wähler nicht mehr bieten lässt, ist nur verständlich.
und dass der wähler deren biographie und die angeblichen "leistungen" etwas genauer unter die lupe nimmt, angesichts der unerträglichen und vollmundigen auftritte in den talkshows, das ist eine erfreuliche neue politische kultur.
Ihre Frage: "Wie weit sind wir denn tatsächlich schon runter gekommen."
"Auch die strenge wissenschaftliche Forschung kann ohne das freie Spiel der Einbildungskraft nicht vorwärtskommen. Wer nicht gelegentlich auch einmal kausalwidrige Dinge zu denken vermag, wird seine Wissenschaft nie um eine Idee bereichern können." Max Planck (1858 - 1947)
Falsch, hier ist ein Stein ins rollen gebracht worden der zunächst den Anschein hat als wäre es zum "Wohle der Nation". Es sieht für manche wie Sie, die nur oberflächlich denken, nur danach aus, den Großkopferten mal zu zeigen, dass sie eben nicht alles tun und machen können.
1. ist es nicht Ihre Aufgabe das Versagen der Universitätsprüfungskomission zu überlaufen und selbst auf Fehlersuche zu gehen. Oder enthaupten oder kastrieren sie auch einen Vergewaltiger, der aufgrund von Verfahrensfehlern wiedern raus kommt?
2. Ist diese Menschenhatz und Diskreditierung im Netz offensichtlich jetzt schon ein normaler, alltäglicher Gegenstand geworden und es ist äußerst bedenklich wenn man auf der einen Seite ein ungläubiges OHHHH posaunt wenn Kinder und Jugendliche sich dieses Mittels bedienen und Gleichaltrige sogar zum Suizid treiben, aber auf der anderen Seite es Ok ist wenn sich Politiker in der gleichen "Show" die Hosen von euch herunterziehen lassen müssen.
Ich warte mal bis das in die Hose geht...dann möcht ich gerne eure Ausreden hören...von "ich hab da nie mitgemacht" bis "Na und, war eh nur ein Politiker" wird wahrscheinlich alles dabei sein! Verachtenswert...Nach wie vor! Und jetzt...Rot markieren bitte...
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