Ärger für die Bundesregierung: Atomkraftgegner werfen ihr vor, ein Gutachten zu Energieszenarien manipuliert zu haben - und die Mehrheit der Länder droht, eine AKW-Laufzeitverlängerung im Bundesrat zu kippen.
Kann ein Experte unabhängig sein, wenn er Geld von einer der beiden Streitparteien erhält? Medienberichte weisen zumindest daraufhin, dass die Fachleute, die gerade ein Energiegutachten für die Bundesregierung erstellen, nicht völlig unabhängig sind.
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Wirtschafts- und Umweltministerium erhalten am Freitagnachmittag die Energiegutachten, die sie bei Gutachtern in Auftrag gegeben hatten. (© ddp)
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Atomkraftgegner erheben deshalb nun einen schwerwiegenden Vorwurf gegen die Bundesregierung: Sie habe das von ihr bestellte Gutachten zu Energieszenarien und zur AKW-Laufzeitverlängerung manipuliert.
"Wir kritisieren die Auswahl der Gutachter, denn wer von Eon und RWE bezahlt wird, kann nicht neutral sein", sagte der Sprecher der Anti-Atom-Organisation "ausgestrahlt", Jochen Stay. Zudem seien die Ergebnisse verfälscht. Denn die Experten würden annehmen, dass bei einem Atomausstieg auch keine Anstrengungen für einen stärkeren Ausbau erneuerbarer Energien mehr erfolgen würden.
An diesem Freitag sollen Forschungsinstitute ihre Gutachten für den künftigen Energiemix an die Bundesregierung übergeben. Auf deren Grundlage will diese dann Ende September ihr Energiekonzept vorlegen und über eine Verlängerung der AKW-Laufzeiten entscheiden.
Die Mehrheit der Bundesländer hat nun allerdings angekündigt, eine mögliche AKW-Laufzeitverlängerung im Bundesrat zu Fall zu bringen. Neun der 16 Bundesländer vertreten demnach die Auffassung, dass der Bundesrat einem entsprechenden Gesetz zustimmen müsse und unterzeichneten ein Papier mit zehn Kritikpunkten am Energiekonzept der Bundesregierung. Dazu gehören die sechs SPD-geführten Länder sowie das Saarland, Thüringen und Hamburg. Das rot-grün regierte Bremen und Rheinland-Pfalz, wo die SPD eine absolute Mehrheit hat, haben sogar notfalls schon eine Klage vor dem Bundesverfassungsgericht angekündigt.
Andere Länder wie etwa das rot-rot regierte Berlin oder Nordrhein-Westfalen wollen sich unter Umständen anschließen. Der nordrhein-westfälische Umweltminister Remmel bekräftigte, die erneuerbaren Energien dürften nicht "auf das Streckbett der Atompolitik" gelegt werden. "Die Bundesregierung hat die Öffentlichkeit schon lange genug an der Nase herumgeführt", sagte der Grünen-Politiker. "Die Bundesregierung wird mit ihrem Weg der Laufzeitverlängerung einen Sturm auslösen." Er sei "guter Hoffnung", dass sich auch die schwarz-gelb geführten Länder Schleswig-Holstein und Niedersachsen der Initiative anschließen werden.
Die rheinland-pfälzische Staatsministerin für Umwelt, Margit Conrad, erklärte, die Atomkraft sei eine Investitionsbremse. Eine Verlängerung werde "teurer für Wirtschaft, Industrie und Verbraucher", sagte die SPD-Politikerin. Denn die Bundesregierung zementiere damit die Marktmacht der Energiekonzerne.
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@ Administration!
Was habt ihr denn für Server?Das ist ja der Horror!
Wenn ihr das nicht bald unter Kontrolle bringt könnt ihr euer Forum vergessen!!
THTR 300 - Thorium Hochtemperatur Reaktor
AKW mit 300 Megawatt Leistung
Der THTR in Hamm/Uentrop wurde 1989 abgeschaltet weil die Betreibergesellschaft, die H-KG - Hochtemperatur Kernkraftwerk GmbH, den Reaktor nicht in den Griff bekam und schwerwiegende Probleme, Kontaminierung der Umwelt im Mai 1986, wochenlang verschwieg (siehe 'Der Störfall' in Historie). Ähnliche Sicherheitsprobleme wie damals beim THTR sieht der aufmerksame Beobachter heute, gut zwanzig Jahre später, bei Atomanlagen weltweit.()
Wenn man die schwarz-gelbe Koalition momentan in der Atomfrage agieren sieht, meint man sich in eine Wahlveranstaltung von rot-grün versetzt. Jetzt ist gerade etwas Gras über die MwSt.-Senkung für die Mövenpicker gewachsen, jetzt machen sie das nächste Fettnäpfchen auf.
Allerdings geht's dieses Mal um etwas mehr als Geld. Unverantwortlich!
Bauen wir uns ein schönes Atomkraftwerk in Hamm:
"Eine Störung mit Austritt von Radioaktivität am 4. Mai 1986[5][6] führte zunächst zu einer Phase des Stillstands der Anlage. Nach einer weiteren Stillstandsphase wegen schadhafter Haltebolzen in der Heißgasleitung geriet die HKG im August 1989 an den Rand der Insolvenz[7] und musste durch Zahlungen der Bundesregierung von 92 Mio DM gestützt werden.[8] Aufgrund von sicherheitsrelevanten und wirtschaftlichen Überlegungen sowie wegen des geschwundenen Interesses der Energiewirtschaft an Kugelhaufenreaktoren[7][3] wurde dann am 1. September 1989 die Stilllegung des THTR-300 beschlossen. Von Oktober 1993 bis April 1995 wurden die Brennelemente in Castor-Behältern in das Transportbehälterlager Ahaus transportiert. Der Reaktor selbst wurde bis 1997 in den so genannten „sicheren Einschluss“ überführt[9] und verursacht weiter Kosten in Höhe von 6,5 Mio € jährlich. Er enthält noch ca. 390 Tonnen radioaktive Anlagenbauteile. Frühestens 2027, nach Unterschreiten der relevanten Grenzwerte, kann er endgültig abgerissen werden."[wiki]
aber war ja nur ein bisschen........
Die Gutachen der Atomlobby sind so viel Wert wier die Gesetze die von Juresprodenzen vorgeschrieben werden und so auch übernommen werden von Lobby gruppen der Wirtschaft!
Paging