Der Union entgleitet die Debatte über die Kernkraft, die Parteistrategen erliegen dramatischen Fehleinschätzungen - zum Schaden des ganzen Landes. Wenn Machtfragen Sachfragen überlagern, wird es in der Politik gefährlich.
Der Union ergeht es bei der Kernkraft so ähnlich wie dem Kühlwasser im Reaktor. Es fließt hinein und erhitzt sich. Wann immer die Rede auf die Kernkraft kommt, kochen die Emotionen in der Partei hoch. Längst sollte ein großes Konzept für die Energie der Zukunft auch über die AKWs entscheiden. Ein solches Konzept ist längst in den Hintergrund getreten. Stattdessen dominieren Machtkämpfe: zwischen dem grün angehauchten und dem konservativen Teil der Union, zwischen den Bundesländern, zwischen der Unionsfraktion und dem Umweltminister aus den eigenen Reihen. An der Kernkraft kristallisiert sich weit mehr heraus als nur unterschiedliche Positionen zu einer umstrittenen Technologie.
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Ein Kühlturm des Kernkraftwerkes in Gundremmingen: Längst sollte ein großes Konzept für die Energie der Zukunft auch über die AKWs entscheiden. (© ddp)
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Wenn Machtfragen Sachfragen überlagern, wird es in der Politik gefährlich; es wird die Vernunft verdrängt. Wo Sieg oder Niederlage, Aufstieg oder Fall wichtiger sind als Sinn oder Unsinn, sind gute Kompromisse fern. Nirgends ist das für die Union derzeit so bedrohlich wie in der Kernkraft. Denn die Parteistrategen erliegen dramatischen Fehleinschätzungen: Sie überschätzen das Thema. Und sie unterschätzen es zur gleichen Zeit.
Nur so ist zu erklären, dass die Atomdebatte derartig das geplante Energiekonzept der Bundesregierung überlagern kann. Dabei gibt es wichtigere Fragen als jene, ob Reaktoren nun sechs, zwölf oder 20 Jahre länger laufen können. Etwa, wie sich boomende Öko-Energien ins Stromnetz einfügen lassen. Oder wie es gelingen soll, langfristig nicht nur auf AKWs, sondern auch auf Kohlekraftwerke zu verzichten. Die Kernkraft hat einen Stellenwert erlangt, der durch die Wirklichkeit der deutschen Stromversorgung längst nicht mehr gedeckt ist.
Gleichzeitig aber unterschätzen insbesondere Befürworter der Atomenergie deren gesellschaftliche Relevanz. Vielen Deutschen mag egal sein, woher der Strom kommt; Hauptsache, er fließt. Jenes Klientel aber, das auf Atomstrom gern verzichtet, ist längst nicht mehr nur bei den Grünen zu Hause. Es hat die SPD erobert und findet sich auch in der Union. Massiv längere Laufzeiten lassen sich deshalb nicht mal eben so abhaken, wirtschaftliche Interessen hin oder her.
Erste Kompromisslinien zeichnen sich ab, sie könnten auf eine Umverteilung von Laufzeiten hinauslaufen. Ältere Reaktoren könnten rasch vom Netz gehen - das beruhigt jene, die Zweifel an deren Sicherheit hegen. Jüngere Anlagen könnten weit länger laufen als geplant - ein Zugeständnis an Freunde der Kernkraft. Für die Union wäre dies der eleganteste Ausweg aus ihrem Kernkraft-Dilemma: Sie könnte ein für alle Mal die überschätzte Frage der Kernkraft klären. Und hätte dabei sogar Aussicht auf Akzeptanz.
Das aber setzt voraus, dass auch die Union zur Debatte über die Sache zurückkehrt. Bleiben Machtfragen im Vordergrund, wird das Energiekonzept scheitern. Dann bleibt die Zukunft der Kernkraft die große ungeklärte Frage dieses Landes, dann wird seine Modernisierung stocken. Keinem wäre damit gedient.
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(SZ vom 09.08.2010/segi)
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Der Ausstieg aus dem Ausstieg der kernkraft ist in der Koalitionsvereinbarung festgehalten. Das gilt es ohne wenn und aber umzusetzen. Erweist sich die CDU dazu also unfähig, so kann sie komplett abtreten, da inzwischen nicht nur vom roten Virus der Kanzlerin sozialdemokratisch verseucht sondern von grünen obstruktiven Ministern wie Röttgen durchsetzt. Eine Parte die ihre Existenzberechtigung verloren hat. Die bürgerlich liberalen Wähler brauchen wieder eine bürgerliche Partei, die auch den Mut hat sich auch gegen den rot-grünen gesellschaftlichen Zeitgeist entschlossen durchzusetzen. Gerade deswegen ist die Verlängerung der Laufzeiten für kernklraftwerke auch psychologisch wichtig, zu dokumentieren, wer dieses land regiert.
Eigentlich sollte es den Energiekonzernen ziemlich egal sein, ob die Kernenergie durch die EE abgelöst wird oder nicht. Denn nur sie können die gewaltigen Finanzierungen für Offshore-Windparks wie bereits bei Alpha Ventus aufbringen. Die Einspeisevergütungen, die schließlich von den Verbrauchern geleistet werden müssen, werden es ihnen leicht machen. Ein neues Energiemonopol?
DeliverM.I.A schreibt @tomtomtoy
wie kommen Sie eigentlich auf die abenteuerliche Meinung Russland wolle kein Gas mehr liefern?????? Übrigens kommt das meiste Uran auch aus Russland. Das erschint jetzt irgendwie wie eine Zwickmühle........und btw Iran hat die zweitgrößten Gasvorkommen der Welt. Die hätten aber nen Grund nicht zu liefern.....am Ende tun sies aber doch....der schöne Euro ist einfach zu verlockend.
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http://www.buerger-fuer-technik.de/uranvorrate_auf_der_erde.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Uran
http://www.freitag.de/community/blogs/gerosteiner/uran-in-schweden-weltweit-groesstes-uranvorkommen-entdeckt
http://www.dew21.de/Default.aspx/g/621/l/1031/r/-1/t/478069/on/478069/a/11/id/745736
Die Frage könnte auch anders herum gestellt werden , warum sollte Russland die Gaslieferungen an Europa nicht als Druckmittel einsetzen um Ihre Politischen Interessen durchzusetzen ? Erinnern wir uns an den Vergangenen Winter, weil die Ukraine ihre Gasrechnung nicht gezahlt hat wurde der Schieber zu gemacht ! Nun stellen sie sich vor die UN findet das Sanktionen im Iran keine Wirkung zeigen,und ein Militärisches eingreifen empfiehlt . Glauben sie nicht das Russland die Energiekeule als Politisches Druckmittel ausspielt ?
Ich gehe davon aus das sie sich vorab über die Oberen Link s Informiert haben , sodass sie die Gasabhängigkeit von Russland erkannt haben , ebenso der Punkt Uranvorkommen und Lieferanten dieses Rohstoffs !
http://www.abb.de/cawp/db0003db002698/1969e8ef4e83cb62c125725f0054bf10.aspx
Bei der derzeitigen Übertragungstechnik kann Strom nur über wenige 100 Km relativ verlustfrei transportiert werden (Elektrotechnik 1.Semester) _____HGÜ Stromleitung auf 1500 Km ein Verlust von nur 7%
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