Der Linken-Chef Ernst lässt sich vor einer Hütte filmen, die nicht seine ist - das reicht für ein Sommertheater. In der Hauptrolle: Ein Magazin, das "Hummer und Sichel" nachspürt.
Mein Porsche, meine Alm, mein ... Halt! Meine Alm? Linken-Chef Klaus Ernst steht seit Wochen in der Kritik. Er wettert gegen die Reichen - und kassiert gleichzeitig 13.000 Euro brutto im Monat, so lautet der Hauptvorwurf, mit dem ihn die linke Basis konfrontiert.
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Die Ranhart-Alm bei Ellmau in den Alpen: Hier fand das ZDF-Interview mit Klaus Ernst statt. Dass der Linken-Chef in einer anderen, größeren Hütte wohnt, sorgt für den nächsten Aufreger im Sommertheater der Sozialisten. (© ZDF)
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Und jetzt auch noch ein Alm-Schwindel? Die Sünd' vom Berg? Beim ZDF-Sommerinterview im Regen, das am 25. Juli gezeigt wurde und das 2,7 Millionen Menschen am Fernseher verfolgten, saß Klaus Ernst entspannt vor einer Almhütte, der Ranhart-Alm bei Ellmau - in der Nähe des Nobelortes Kitzbühel.
Die Kamera stößt von oben herab: Ellmau, Tirol, eine Landschaftsaufnahme, Schnitt. Almwiesen, wolkenverhangen, Schnitt. Eine Hütte, Kreuz auf dem Dach, Schnitt.
Dann ertönt die Stimme von Klaus Ernst: "Wir sind hier auf einem wunderschönen alten Bauernhof in den Bergen von Ellmau. Der Hof ist 250 Jahre alt, hier gibt es noch frische Buttermilch. Hier finde ich die Ruhe, die Muse zum Nachdenken, hier hört man keinen Motor, hier hört man vielleicht mal eine Kuh, aber es ist eine der schönsten Regionen, die ich kenne."
Damit beginnt das Sommerinterview, das gemeinhin dafür geeignet ist, einen Politiker im sympathischen Lichte seiner favorisierten Urlaubsregion zu zeigen. In Ernsts Fall aber vergrößern sich nur die Probleme, die der Linken-Chef aus Berlin mitgebracht hat.
Oder ist es nur die Fortsetzung einer Kampagne gegen den gebürtigen Bayern?
Denn wie der Focus knallhart recherchiert hat, sitzt Ernst gar nicht vor der Hütte, die er nach eigenen Angaben mit Freunden gepachtet hat. Sein eigentliches Ferienhaus, so führt das faktenorientierte Münchner Nachrichtenmagazin aus, sei der Riedl-Hof, einige Kilometer vom Drehort entfernt.
Diesen Hof habe Ernst aber nicht zeigen wollen, zum Schutz seiner Privatsphäre - was im ZDF-Interview aber so nicht klargestellt wird. Seine Aussage zu Beginn des Interviews ("Hier finde ich die Ruhe") wäre damit - wenn nicht geschwindelt - doch zumindest missverständlich. Dem Focus reicht das, um daraus eine Geschichte zu machen.
"Hüttenzauber in Tirol", titelt das Blatt und bildet beide Almhütten nebeneinander ab: Die Ranhart-Alm bei Ellmau, Drehort des Interviews. Hier, so weiß der Focus, hole sich Ernst frische Buttermilch und Käse. Auf dem Standbild, das die Redaktion der ZDF-Aufnahme entnommen hat, ist das einstöckige Haus aus der Ferne zu sehen und wirkt folglich relativ niedlich - im Vergleich zu Ernsts eigentlichem "Linken-Domizil", wie das Magazin schreibt.
Der Riedl-Hof ist zweistöckig, in Nahaufnahme im Sonnenschein abgebildet, und macht auf den Leser den Eindruck, er sei riesig. Ein "historisches Schmuckstück", wie der Focus schreibt, sei die Hütte des "Kapitalistenschrecks" Ernst, "300 Jahre alt, mit eigener Quelle". Und Strom aus einer Solarzelle - einer kleinen. Die Terrasse sei zehn Quadratmeter groß und biete einen phantastischen Blick auf den Wilden Kaiser.
Sogar die sanitären Anlagen haben die Focus-Reporter offenbar in Augenschein genommen: Es gebe ein "kleines Duschbad" mit "Warmwasserboiler, der mit Holz geheizt wird". Und im hinteren Teil des Hauses stünden "fünf braun-weiß gefleckte Kühe im Stall". Über die Kosten der Pacht herrsche Stillschweigen, ähnliche Objekte in dem "begehrten Tiroler Tal" lägen aber bei 800 Euro im Monat.
Der Focus beschließt seine Beschreibung mit den Worten: "Auch wenn all dies nicht den Luxus verströmt wie die Millionärs-Chalets im nahen Kitzbühel - es ist alles andere als eine heruntergekommene Bruchbude."
Die Ranhart-Alm hat sich der Focus offenbar nicht so genau angesehen. Auch sie ist keineswegs eine Bruchbude. "Eine kleine Hütte haben wir, aber sehr schön", erzählt Maria Werlberger im Gespräch mit sueddeutsche.de. Sie ist hier oben die Sennerin. Werlberger bewirtschaftet die Almwirtschaft den Sommer über, stellt selbst Käse und Buttermilch her, sie lebt hier oben.
Warum Klaus Ernst das Interview bei ihr auf der Hütte gegeben hat, weiß sie nicht. "Er hat halt gefragt", erzählt sie am Telefon. "Wir hatten nichts dagegen." Seit Generationen ist die Ranhart-Alm in Familienbesitz. Und einen Blick auf den Wilden Kaiser habe man von hier aus auch, sagt Werlberger: "Einen nicht ganz so schönen, wie der Ernst vielleicht." Dafür aber, anders als beim Ernst, gebe es richtigen Strom und fließend Wasser. Das alles wollte der Focus nicht so genau wissen.
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"Das Gehalt von Ernst, von dem ein Hart4 Empfänger nur träumen kann.."
Was soll unterstellt werden? Dass Ernst um glaubhaft zu sein, von Hartz4 leben soll?
Dass nur Hartz4-Empfänger die LINKE wählen können.
Die SZ verkommt zum Propaganda-Instrument der Plünderclique, die den Sozialstaat und die Wirtschaft zerstört. Die Fotostrecke über Ernst ist reine Hetze. Ich warte nur noch auf "Ernstilanti".
Die Einkünfte von Ernst sind doch Peanuts im Vergleich mit den Milliarden für die Zocker und de Parasiten, die das Volksvermögen unter sich aufteilen und den Bürgern immer tiefer in die Tasche greifen.
Die "Linke" ist die eiinzige Partei, die diesem Treiben glaubhaft ein Ende machen will!
Warum gibt es keine Hintergrundartikel über die Nutznießer der Finanz"krise", über Pläne der Zurückzahlung der Steuermilliarden an UNS etc.
Ernst ist nicht korrupt, deshalb wird er attackiert.
Diese Toleranz sollten sie auch gegenüber anderen wohlhabenden Bürgern walten lassen!
Wenn Gegner so verzweifelt und erfolglos nach Angriffspunkte suchen ist das für die LINKE doch eine tolle Bestätigung ihrer Seriösität . Weiter so FOCUS .
...wer weiß es? wer weiß es? ... ja: der Redakteur...?
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woanders ist übrigens von bis zu 17.000 Euro pro Monat für Herrn Ernst die Rede...
Die Raffkes sitzen auf der Regierungsbank!
Paging