Der ehemalige SPD-Vorsitzende Franz Müntefering warnt eindringlich davor, die Folgen der Überalterung der deutschen Gesellschaft zu ignorieren.
Ein halbes Jahr nach seinem Rückzug als SPD-Bundesvorsitzender meldet sich Franz Müntefering mit der eindringlichen Mahnung zu Wort, sich stärker als bislang mit den Konsequenzen der alternden Gesellschaft auseinanderzusetzen. "Bislang sagt niemand in aller Deutlichkeit, wie schwerwiegend und folgenreich dieser Wandel sein wird. Die Zahlen liegen zwar vor, aber die Zusammenhänge werden nicht ausreichend beschrieben", sagte Müntefering der Süddeutschen Zeitung.
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Ein halbes Jahr nach seinem Rückzug als SPD-Bundesvorsitzender meldet sich Franz Müntefering mit der eindringlichen Mahnung zur alternden Gesellschaft zu Wort. (© ag.dpa)
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Die Bevölkerung in Deutschland schrumpft, weil mehr Menschen sterben als geboren werden. Gleichzeitig leben die Menschen immer länger. Schon heute ist jeder fünfte 65 Jahre oder älter. In fünfzig Jahren wird es jeder dritte sein. Müntefering warnte davor, die Folgen dieser Entwicklung zu ignorieren und Entscheidungen auf die lange Bank zu schieben. "Letztendlich ist es wie bei der Debatte um die Zügelung der Finanzmärkte. Wir alle wissen, dass wir dringend etwas tun müssen", sagte er, aber alle drücken sich.
Der 70-Jährige, der sich seit geraumer Zeit mit Fragen des demographischen Wandels und den Konsequenzen für den Zusammenhalt der Gesellschaft beschäftigt und inzwischen Vorsitzender einer neuen Arbeitsgruppe der SPD-Bundestagsfraktion zu diesem Thema ist, forderte die Politiker in Bund, Ländern und den Gemeinden auf, das Thema gemeinsam anzupacken. "Wir müssen uns ein Gesamtbild machen, die Politik zusammen mit jenen gesellschaftlichen Gruppen. Wir brauchen einen konzertierte Aktion", sagte Müntefering.
Bislang würden die zentralen Fragen der alternden Gesellschaft isoliert betrachtet. "Die einen beschäftigen sich mit der Rente, die anderen mit der Pflege, Dritte mit dem Arbeitsmarkt, Vierte mit der Bildung, wieder andere mit Integrationsfragen", fügte er hinzu. Diese politischen Strukturen seien unzureichend und würden den Herausforderungen nicht gerecht.
In einem 33 Seiten starken Arbeitspapier verlangt Müntefering einen "Gesellschaftsentwurf" zu der Frage, wie der Wandel ohne größere soziale Verwerfungen gestaltet werden kann und stellt einige Forderungen auf. An erster Stelle verlangt er mehr Unterstützung für Familien und Kinder, Ganztagsschulen seien unverzichtbar. Er bekräftigt die SPD-Forderung aus dem Bundestagswahlkampf nach einem neuen Bundesministerium für Bildung und Integration. Das sei eine "Schlüsselaufgabe" für Bund und Länder.
Deutschland müsse künftig nicht nur einzelnen Bewerbern, sondern auch ganzen Familien die Zuwanderung gestatten, Nicht-Deutschen ein kommunales Wahlrecht einräumen und auch die Möglichkeit zu doppelter Staatsbürgerschaft. Damit könne man dem in den nächsten Jahren drohenden Fachkräftemangel entgegenwirken. Zugleich setzt sich Müntefering für mehr Beschäftigungsmöglichkeiten für ältere Menschen ein. Auch Senioren könnten ein soziales Jahr absolvieren. Eine solche soziale Tätigkeiten könnte älteren Menschen auch helfen, der Isolation und Einsamkeit entgehen.
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Politiker und ihre Pannen
auch bei solchen Politiker.Die Schulden Uhr dreht sich unaufhältlich und unsere Beamte und vor allem die Pensionäre haben sich wieder um 2,3% einen Gehaltsschluck genehmigt.Ich glaube er fängt an sich darüber Gedanken zumachen
wenn das zusammen bricht.Die Penisonslasten sprengen jetzt schon jeden Haushalt u.keiner der Pensionäre will es einsehen was das für eine schreiende Ungerechtigkeit nach sich zieht.
Nachdenkseiten: Wie schon in seinen Zeiten als Sozialminister stützt sich Müntefering auf Vorausberechnungen für die Jahre bis 2050. Er unterstellt eine Schrumpfung der Bevölkerung auf 65 Millionen oder – ohne positiven Wanderungssaldo – gar auf 61 Millionen und er rechnet vor, dass auf 100 Personen im Alter von 20 bis 64 im Jahr 2050 65 Personen kommen, die älter als 65 Jahre sein werden. Wieder einmal werden langfristige Rechnungen mit Modellcharakter als Prognosen und sozusagen aus unausweichliche Entwicklungen unterstellt, als seien sie ein unausweichliches demografisches Naturgesetz. Der Statistiker Gerd Bosbach hat dargestellt, dass 50 Jahres-Prognosen “moderne Kaffeesatzleiserei” seien. Sie seien in der Vergangenheit unmöglich gewesen und das seien sie auch in der Zukunft. Was die Unsicherheit von Bevölkerungsprognosen anbetrifft, so habe etwa das Statistische Bundesamt seine Verausberechnungen kurzfristig um mehrere Millionen korrigiert. Selbst wenn die Vorausberechnungen einträfen, vernachlässigt Müntefering einmal mehr die Tatsache, dass bei der von den Erwerbstätigen zu “versorgenden” Bevölkerung nicht nur der Altenquotient, sondern auch der Jugendquotient eine Rolle spielt. Wenn man den Gesamtquotienten nähme habe sich die Dramatik schon halbiert.
Niemand könne auch vorhersagen, wie 2050 das tatsächliche Renteneintrittsalter aussehe. Und weiter wird der Produktivitätsfortschritt – der es ermögliche, dass mehr zwischen Erwerbstätigen und zu Versorgenden verteilt werden könnte – vernachlässigt.
und seinesgleichen endlich mal einegstehen würden, das sie das Land ruiniert haben auf Grund einer narzisstischen Weltanschauung, könnten wir über eine anständige Behandlung im Alter seinesgleichens nachdenken. Aber nein, immer noch einen Kugsch..haufen setzen.
Wobei bei Nichteinhaltung eine Auspeitschung durch das Volk als Strafe vorgesehen werden müsste.
Müntefering, der eine Luxuspension auf Kosten des deutschen Steuerzahlers bezieht, also ohne sie auch nur annähernd jemals eingezahlt zu haben, ist doch selbst ein der größten Sargnägel für jedes Pensionssystem. Wie übrigens etliche andere Politiker aller Parteien auch.
Wobei bei Müntefering außerdem noch dazu kommt, dass er einen großen Teil seiner nicht einbezahlten Luxuspension auch noch an seine vor kurzer Zeit geehelichte Frau weitergeben kann, falls Gott die normalen deutschen Pensionsbezieher erhören und Müntefering aus dem Verkehr ziehen sollte.
Und mit dem Alter schwinden nicht nur die diversen physischen und psychischen Fähigkeiten, man verliert wohl auch seine Realitätswahrnehmungsfähigkeit.
Wir stehen heute nicht vor einem Generationenkonflikt.
Wir stehen kurz vor dem Konflikt zwischen jenen weniger als 15% aller deutschen Privathaushalte, die, lt. Statistischem Jahrbuch 2008, bereits im Jahre 2007 über mehr als 85% aller Privatvermögen verfügten.
Erikch Kästner schrieb dazu sein Gedicht "Ansprache an Millionäre" schon in den 1920er Jahren.
Und die Politik von Schröder, Müntefering, Steinbrück, Eichel, Steinmeier & Konsorten lieferte ja geradezu dramatische Förderungsarbeit für diese Konfrontation zwischen den neuen Feudalherrschaften und dem ganzen restlichen Domestiken- und Lakaienpack, dass qua Niedriglohnpolitik für die neuen Herrschaften ganz hervorragend entwürdigt, entwertet, entkapitalisiert und entmachtet wurde.
Man fragt sich wirklich, ob die heutigen Politkader geistig-moralisch ebenso konditioniert sind, wie das am Beispiel von Erich Mielke und Kurt Hager (Mitglieder des ZK der SED) im Jahre 1989/1990 offenkundig wurde.
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