Bruno Kahl im Interview "Störversuche" aus Russland

Bruno Kahl will künftig sicher sein, wer von seinen Mitarbeitern wen ausspäht.

(Foto: Regina Schmeken)

Der BND-Präsident warnt vor der Gefahr durch Cyber-Attacken, wirbt für Reformen und spricht über den schlechten Ruf des deutschen Auslandsgeheimdienstes.

Interview von Heribert Prantl und Ronen Steinke

SZ: Herr Präsident, gerade ist in der mächtigsten Demokratie der Welt gewählt worden. Datendiebe und Internet-Trolle haben es zeitweise geschafft, im Wahlkampf den Takt vorzugeben. Beobachten Sie das?

Bruno Kahl: Auch wir haben Erkenntnisse, dass Cyber-Angriffe stattfinden, die keinen anderen Sinn haben, als politische Verunsicherung hervorzurufen.

Der Direktor des FBI spricht davon, "ein Nationalstaat" habe versucht, die Wahlentscheidung der Amerikaner von außen zu beeinflussen.

Man kann eine Zielrichtung am Ende natürlich nur bedingt nachweisen. Aber die Spuren, die im Internet ...