Berliner Landesvorsitzender Lauer tritt aus der Piratenpartei aus

Talentierter Redner, kontroverser Pirat: Christoph Lauer tritt aus der Partei aus.

(Foto: dpa)

Er wollte die Partei professionalisieren, habe dafür aber keine Mehrheiten gefunden: Christopher Lauer gibt sein Amt als Berliner Landeschef ab und tritt aus der Piraten aus. Die Partei verliert einen ihrer bekanntesten Vertreter.

  • Christopher Lauer, Chef der Berliner Piratenpartei, gibt seinen Posten ab und tritt aus der Partei aus. Er war erst im Frühjahr zum Landesvorsitzenden gewählt worden.
  • Der parteiintern umstrittene Politiker begründet den Rücktritt damit, im Vorstand keine Mehrheiten für seine Vorhaben zu finden.

Erst im Frühjahr zum Landeschef gewählt

Der Berliner Piratenchef Christopher Lauer, einer der bekanntesten Vertreter der Piraten, tritt aus der Partei aus. Zudem werde er seinen Posten als Landesvorsitzender abgeben, bestätigte der 30-Jährige am Donnerstag in Berlin. Zuvor hatten Bild und B.Z. über die Entscheidung berichtet.

Lauer war erst im Frühjahr zum Landesvorsitzenden gewählt worden. Seinen Rücktritt begründete er dem Bericht zufolge in einer Mail an seine Kollegen damit, dass es im Vorstand keine Mehrheit für die bei seiner Wahl angekündigten Vorhaben zur Professionalisierung der Partei gebe.

Talentierter Redner, kontroverser Pirat

Lauer hatte in den vergangenen Jahren mehrere Ämter in der Partei inne. Er war unter anderem Bundesgeschäftsführer, später Fraktionschef im Berliner Abgeordnetenhaus. Lauer gilt als talentierter Redner und war auch in Talkshows immer wieder gefragt.

Mit kontroversen Programmvorschlägen, Reden und Blogeinträgen hatte er sich viele parteiinterne Feinde geschaffen. Die Medien hingegen mochten Lauer: Der Spiegel krönte ihn 2013 zum talentiertesten Politiker der Piraten.