Türkischer Außenminister "Die Türkei zahlt schon das Dreifache"

Will auf syrischem Boden eine Sicherheitszone einrichten: Der türkische Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu.

(Foto: Sven Hoppe/dpa)

Die drei Milliarden Euro, die die EU und Kanzlerin Merkel als Hilfe in der Flüchtlingskrise anbieten, reichen dem türkischen Außenminister bei weitem nicht.

Interview von Stefan Kornelius und Christiane Schlötzer

SZ: Herr Minister, es gibt nun eine Vereinbarung über einen möglichen Waffenstillstand in Syrien. Welche Chancen hat sie?

Mevlüt Çavuşoğlu: Die Feuerpause ist für die humanitäre Hilfe und die Fortführung der Verhandlungen sehr wichtig. Am 3. Februar mussten die Verhandlungen unterbrochen werden, weil Russland zivile Ziele bombardiert hatte. Bis jetzt hat Russland die Terrorgruppen Daesh (Anm: die arabische Bezeichnung des sogenannten Islamischen Staats) und Nusra-Front nur symbolisch bekämpft. 88 Prozent der Angriffe richteten sich gegen die moderate Opposition in Syrien, ...