Aufstand gegen Baschar al-Assad Sondergesandter Brahimi warnt vor Zerfall Syriens

Vor den Augen der Welt droht Syrien auseinanderzubrechen - und die Staatengemeinschaft schaut zu. Nun fordert der internationale Gesandte Lakhdar Brahimi den UN-Sicherheitsrat auf, endlich zu handeln. Fortschritte gebe es in letzter Zeit nicht.

Der internationale Syrien-Gesandte Lakhdar Brahimi hat im UN-Sicherheitsrat vor einem Zerfall des Bürgerkriegslandes gewarnt. Syrien breche vor aller Augen auseinander, sagte Brahimi Diplomaten zufolge in der hinter verschlossenen Türen abgehaltenen Sitzung des Gremiums. Syriens Präsident Baschar al-Assad werde es möglicherweise gelingen, sich vorerst an der Macht zu halten. Aber "die Legitimität der syrischen Führung ist ernsthaft, wahrscheinlich unwiderruflich, beschädigt."

"Nur die internationale Gemeinschaft kann helfen und da vor allem der Sicherheitsrat", sagte Brahimi, der für die Arabische Liga und die Vereinten Nationen in dem Konflikt vermittelt. Die Mitglieder des Sicherheitsrats müssten jedoch ihre gegenseitige Blockade überwinden und handeln. Die Bemühungen für ein Ende des seit fast zwei Jahren andauernden Konflikts hätten in den vergangenen zwei Monaten keinerlei Fortschritte gemacht.

Seit 2011 ist der Sicherheitsrat uneins darüber, wie er sich in dem Konflikt verhalten soll. Drei Resolutionen, in denen Assads Vorgehen gegen die Protestbewegung verurteilt worden wäre, scheiterten am Veto Russlands und Chinas. Russland wirft westlichen und arabischen Staaten vor, die Rebellen in Syrien zu unterstützen. In dem Konflikt sind UN-Schätzungen zufolge mehr als 60.000 Menschen getötet worden.