Afghanistan-Einsatz Deutscher Soldat erliegt schweren Verletzungen

Nur einen Monat nach dem Tod eines deutschen Soldaten ist in der Nacht auf Donnerstag ein weiterer in Afghanistan ums Leben gekommen. Der Mann war schwer verletzt im Feldlager Masar-i-Scharif gefunden worden.

Ein Soldat der Bundeswehr ist in Afghanistan ums Leben gekommen. Wie das Einsatzführungskommando in Geltow bei Potsdam mitteilte, wurde der Mann schwer verletzt im Feldlager in Masar-i-Scharif aufgefunden. Entdeckt wurde der schwerverletzte 24-jährige Stabsgefreite demnach in der Nacht gegen 3:20 Uhr.

Er sei unverzüglich ins Lazarett gebracht worden, wo aber nur noch sein Tod festgestellt werden konnte. "Die bisherigen Ermittlungen weisen auf eine Selbsttötung hin", teilte die Bundeswehr der Nachrichtenagentur Reuters zufolge mit. Untersuchungen hätten ergeben, dass der Soldat zum Zeitpunkt des Vorfalls unter Alkoholeinfluss gestanden habe. Letzte Klarheit könnten aber nur die weiteren Ermittlungen erbringen. Die Staatsanwaltschaft in Kempten sei unterrichtet worden. Der Soldat gehörte dem Panzergrenadierbataillon 122 aus dem bayerischen Oberviechtach an.

Anfang Mai war erstmals seit fast zwei Jahren wieder ein deutscher Soldat in Afghanistan getötet worden. Bis Ende 2014 will die Nato den Kampfeinsatz am Hindukusch beenden. Derzeit sind noch knapp 4200 Bundeswehr-Soldaten dort im Einsatz. Seit 2002 kamen mehr als 50 deutsche Soldaten in Afghanistan ums Leben.