Der Zoo von Riga wurde 1912 eröffnet. "Zum 100. Geburtstag werden wir ein neues Elefantenhaus eröffnen", bericht der Zoomitarbeiter Maris Lielkalns.
Anzeige
In den neunziger Jahren, kurz nach der Unabhängigkeit, hatte der zwanzig Hektar große Zoo nur wenig Geld zur Verfügung: Die Angestellten und Pfleger mussten versuchen, mit dem wenigen auszukommen und möglichst viel zu erreichen.
Das Schätzchen und die Modefirma
Langsam werde es jedoch besser, nach dem neuen Tropen- und Tigerhaus wird gerade das Giraffenhaus erneuert. Stolz verweist Lielkalns auf das älteste Tier des Zoos: Der Mississippi-Alligator Cabulitis wurde 1935 hier geboren und planscht noch immer in seinem Wasserbecken.
Einen Paten hat das Schätzchen - das bedeutet Cabulitis auf Lettisch - auch schon gefunden: Es ist der Modehersteller Lacoste - kein Witz.
Neben den bereits erwähnten Verbotsschildern gibt es noch andere Besonderheiten. Während es in einigen westeuropäischen Zoos schon Monitore gibt, um den Kindern Zusammenhänge zu erklären, setzt man in Lettland noch auf traditionelle Mittel.
Auf einem hölzernen Rad sind Tiere aufgemalt, auf einem anderen die Produkte, die aus den Tieren gemacht werden. Die Hintergrundfarben zeigen an, ob man richtig liegt oder nicht.
Nach knapp zwei Stunden ist der Rundgang zu Ende: Wie im Münchner Tierpark wachen die Flamingos neben dem Eingang, doch ihr Fell scheint grauer zu sein als das der Vögel in der Heimat. Aber ein ganz alltägliches Erlebnis ist ein Besuch im Rigaer Zoo ganz sicher nicht.
Sie sind jetzt auf Seite 2 von 2
"Leben, das ist Bewegung": Felix Grützner tanzt auf Beerdingungen, um an die Verstorbenen zu erinnern und Raum für Gefühle zu schaffen. Jetzt lesen ...
- Premier Dombrovskis will sparen Lernen vom Letten 01.11.2010
- Die blödesten Blondinenwitze Dankeschön, Zuperman! 28.06.2010
- Menschenkette gegen das Sowjetregime 15 Minuten Freiheit 23.08.2009
- Lettland Der Zoo von Riga 31.07.2007
- Tallin, Riga, Vilnius Baltische Hauptstädte 04.12.2006
(sueddeutsche.de)
Bundespräsident Gauck in Israel
Zoos gehören abgeschafft. Womit haben Tiere es verdient, ihr Leben lang eingeknastet zu werden? Dieses passive Leid der Tiere ist kaum ertragbar für mich als leidensfähiger Mensch. Nicht größere Gehege, neue Zäune können die Lösung sein. Artgerecht ist nur die Freiheit. Liebe Leser, bleibt den Zoos fern, eure Eintrittsgelder kommen ganz sicher nicht den Tieren zu Gute. Zu mit diesem Schandfleck.