Übergriff in niedersächsischer Bundeswehrkaserne 500 Soldaten sollen nach Vergewaltigung zum DNA-Test

Die Ermittler vermuten den Täter im Umfeld des Opfers: Im August dieses Jahres hatte ein Unbekannter eine Soldatin in einer Kaserne in Bückeburg brutal vergewaltigt. Nun sind Hunderte Kollegen der Frau aufgerufen, einen DNS-Probe abzugeben.

Erst vergeht sich der Unbekannte an der Frau, dann sperrt er sie geknebelt und gefesselt in einen Spind: Nach der Vergewaltigung einer Soldatin sollen in Niedersachsen 500 Bundeswehrangehörige freiwillig DNS-Proben abgeben. Aufgerufen sei das gesamte männliche Stammpersonal einer Bückeburger Kaserne, teilte die zuständige Staatsanwaltschaft mit.

Wann die DNS-Reihenuntersuchung durchgeführt werden soll, ist noch unklar. In diesem Jahr sei nicht mehr mit einem Ergebnis zu rechnen, sagte der Sprecher der Bückeburger Staatsanwaltschaft.

Die Soldatin war am 12. August dieses Jahres in einem gesicherten Bundeswehrgebäude vergewaltigt worden. Der Übergriff fand in der Jägerkaserne statt, wo die Frau ihre Unterkunft hatte. Beschäftigt ist die Soldatin aber in der etwa drei Kilometer entfernten Schäferkaserne in Bückeburg. Am Tatort fanden die Ermittler DNS-Spuren von einem einzelnen Mann, die sie dem Täter zurechnen.

Bei der Vergewaltigung habe es sich offensichtlich nicht um eine Zufallstat gehandelt, so der zuständige Staatsanwalt. Die Ermittler gehen demnach davon aus, dass der Täter aus dem Bekanntenkreis der Soldatin stammt.

Männer aus dem privaten Umfeld der Frau, die theoretisch als Täter in Betracht gekommen wären, hätten bereits freiwillig Speichelproben ab. "Sie scheiden als Spurenverursacher aus." Deshalb konzentrierten sich die Ermittlungen jetzt auf die Soldaten der Schäferkaserne.