Der vermisste Julian aus Niedersachsen ist vermutlich einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen. Die Leiche des Fünfjährigen wurde in einem Stall neben seinem Elternhaus gefunden.
Grausige Gewissheit nach einer bangen Nacht: Ein vermisster Fünfjähriger ist in Niedersachsen einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen. Der seit Dienstagnachmittag aus dem Elternhaus in Delligsen (Landkreis Holzminden) verschwundene Julian sei am Mittwochmorgen tot in einem benachbarten Stallgebäude gefunden worden, sagte ein Polizeisprecher. "Wir gehen von einem Verbrechen aus."
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Eine Mordkommission wurde eingesetzt. Aus taktischen Gründen wollte die Polizei zunächst keine Einzelheiten nennen, etwa zur Todesursache oder einem möglichen Tatverdächtigen. Die Ermittlungen liefen in alle Richtungen.
Der Junge habe bei seiner 28-jährigen Mutter und deren zwei Jahre jüngerem Lebensgefährten gewohnt, der Vater habe von der Familie getrennt gelebt. Alle drei würden als Zeugen vernommen, erklärte die Polizei. Julian hatte zwei Brüder. Sie sind ein und drei Jahre alt.
Zu einem Trennungsstreit als möglichem Hintergrund der Tat wollte die Polizei sich nicht äußern. Auch ob die Familie der Polizei bereits bekannt war, wurde nicht gesagt.
In dem Fachwerkhaus im Zentrum der Kleinstadt sei Julian zuletzt am Dienstag gegen 17 Uhr gesehen worden, sagte ein Polizeisprecher. Zunächst hätten Verwandte und Bekannte alleine nach dem Jungen gesucht, um 21.25 Uhr dann meldete die Mutter ihn auf der Wache als vermisst.
Die Beamten veranlassten eine großangelegte Suchaktion, an der sich bis 1 Uhr nachts mehr als 60 Einsatzkräfte der Polizei und Feuerwehr beteiligten. Dabei waren auch Suchhunde im Einsatz. Am Mittwochmorgen wurde die Aktion mit einem Hubschrauber und Beamten der Bereitschaftspolizei fortgesetzt.
Um 10.55 Uhr schließlich entdeckten Polizisten das Kind in einem als Garage und Stall genutzten Nachbargebäude. Zu den näheren Umständen und den Verletzungen des Kindes sagte die Polizei nichts.
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(dpa/kat/segi)
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Lieber Tummelo,
es besteht nun wirklich kein Grund all unsere Redakteure als Praktikanten zu bezeichnen.
Des Weiteren wurde diesem Thema ein neuer Artikel gewidmet, den Sie hier finden: http://www.sueddeutsche.de/panorama/mord-an-fuenfjaehrigem-es-war-der-stiefvater-er-fuehlte-sich-von-julian-provoziert-1.990051
Mit freundlichen Grüßen,
Ihr Moderator