In Lima sitzt ein junger Niederländer wegen des mutmaßlichen Mordes an einer Studentin im Gefängnis - er war schon einmal in einen mysteriösen Kriminalfall verwickelt.
Joran van der Sloot ist erst 22 Jahre alt - doch die Anschuldigungen gegen den Niederländer reichen für mehrere Krimi-Bösewichte aus, geschweige denn Menschenleben. Van der Sloot war vor fünf Jahren bereits in einen der spektakulärsten Kriminalfälle der Niederlande verwickelt: Dem damals 17-Jährigen wurde vorgeworfen, auf der zu den Niederlanden gehörenden Karibik-Insel Aruba - wo er in wohlhabendem Hause aufgewachsen war - die 18-jährige US-Touristin Natalee Holloway ermordet zu haben.
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Da ihre Leiche niemals auftauchte und handfeste Beweise fehlten, kam der als narzisstisch beschriebene van der Sloot trotz zweimaligen Haftbefehls wieder frei.
Nun wurde der inzwischen 22-Jährige erneut wegen des mutmaßlichen Mordes an einer jungen Frau verhaftet, im einige tausend Kilometer entfernten Peru. Er soll in Lima nach einem Casino-Besuch die peruanische Studentin Stephany Flores in seinem Hotelzimmer getötet haben. In der Vernehmung hat van der Sloot nach Angaben von CNN unter Tränen den Mord an der 21-Jährigen gestanden - und angedeutet, über das Versteck von Holloways Leiche auspacken zu wollen.
Stephany Flores, Tochter des in Peru bekannten Rennfahrers und Unternehmers Ricardo Flores, wurde tot in van der Sloots Hotelzimmer aufgefunden. Sie hatte zuvor mit dem Niederländer in einem Casino Poker gespielt, das Paar war offenbar befreundet.
Nach Angaben eines Polizeibeamten hat van der Sloot gestanden, die Frau in einem Wutanfall erschlagen zu haben - sie hätte auf seinem Laptop belastendes Material zum Holloway-Fall gefunden, berichtete CNN. Sloot habe vor dem Streit Marihuana geraucht.
Noch in derselben Nacht setzt sich van der Sloot nach Chile ab, wo er fünf Tage später jedoch verhaftet und nach Peru ausgeliefert wurde.
Nun hofft auch die Familie von Natalee Holloway auf Gewissheit. Interpol zufolge hatte van der Sloot noch Ende Mai versucht, Holloways Familie um 250.000 Dollar zu erpressen - er hatte ihnen Informationen zum Verschwinden ihrer Tochter angeboten. Daraufhin gingen 25.000 Dollar auf Sloots Konto ein, berichtete CNN. Die Holloways sagten dem Sender, das FBI habe das Geld zur Verfügung gestellt - was die Behörden jedoch abstreiten.
Dem Niederländer drohen nun bis zu 35 Jahre Haft in Peru. Nach Angaben der peruanischen Zeitung La República teilt er sich eine Zelle mit einem kolumbianischen Auftragskiller.
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(sueddeutsche.de/kat/jja)
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...schön gesagt - nämlich: "Nun wurde der inzwischen 22-Jährige erneut wegen des mutmaßlichen Mordes an einer jungen Frau verhaftet,.."
Die Verhaftung hat wohlgemerkt am 3. Juni, also vor fast zwei Wochen stattgefunden, echt frische Nachrichten für eine 'Tageszeitung',...
..."Spezialist für spektakuläre Frauenmorde"
Ich warte schon darauf das die SZ in Zukunft offizielle Aufforderungen veröffentlicht um etwaige Nachahmungstäter aufzustacheln solche Verbrechen zu toppen!
Wie wäre es, wenn der Verantwortliche für diesen baren Unsinn sofort seinen Redaktions-Stuhl einem Nachfolger zur Verfügung stellt?
Die SZ wird immer unerträglicher...
Die SZ wollte wohl vielmehr andeuten, dass er durch das Rauchen so schlapp war, dass er nicht - wie vielleicht beim letzten Mal - die Leiche ordnungsgemäß entsorgen konnte.
Paging